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Darin spricht sich die Kommission für die Förderung der europäischen Einheit in der Vielfalt, des Respekts der kulturellen und sprachlichen Vielfalt und für die Förderung eines gemeinsamen kulturellen Erbes aus.

Gleichzeitig ist der Trend zur Einheitssprache nicht von der Hand zu weisen. Alles Englisch oder doch zurück zur Regionalsprache, zum Dialekt Verhindern zu viele Sprachen eine verständliche Kommunikation auf europäischer Ebene Verbindet Sprache oder trennt sie Menschen Diese Fragen und weitere Themen werden von ausgewiesenen Experten aus ganz Europa erörtert.

Erstmals werden auch die europäischen Gebärdensprachen als lautlose Minderheitensprachen auf gleicher Ebene mit klassischen Regionalsprachen dargestellt. Neben sprachwissenschaftlichen und europapolitischen Aspekten ist ein Kapitel der Sprachkultur gewidmet, in dem u. Published by München, Basel: Rheinberg-Buch Bergisch Gladbach, Germany. Bernard Lawrence Bernie Madoff Versandantiquariat Ottomar Köhler Hanau, Germany. Gebrauchsspuren siehe auch Bild.

Die Lieferung erfolgt gegen Vorauskasse registrierter Paketversand. Alle Autoren leben nicht mehr, die meisten von ihnen schrieben ihre Beiträge vor dem Ersten Weltkriege, andere noch vor dem Zweiten Weltkriege.

Autoren und herangezogene schriftliche Quellen vermitteln Einblick und Zusammenhänge in Zeiten und Geschlechter, die das Vogtland kultiviert und zur Heimat an der Grenze nach Böhmen und Bayern gemacht haben. Eine Vielzahl kulturgeschichtlicher Informationen haben die Autoren aus der Kaiserzeit, also vor und aus der Zeit nach dem Ersten Weltkriege zusammengetragen.

Die Autoren in Klammer Jahreszahl der Erstveröffentlichung: Druck- und Verlagsgesellschaft Bietigheim. Copyright by Gottfried Heckel, Sachsenheim-Hohenhaslach. Stadtbrände Schreibweise von Auerbach i. Published by Berlin, Wagenbach. Versandantiquariat ad libitum Berlin, B, Germany. Published by Holzhausen Verlag Gmbh Mai Holzhausen Verlag Gmbh Mai , Neuware - Die Idee an sich war originell: Österreichische Politiker mit einem Begriff zu umschreiben, der eigentlich aus dem Jahrhundert Kastiliens stammt, als Mitglieder des höchsten Adels in höchsten Funktionen, von Steuerzahlungen befreit und vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt, als 'Granden' bezeichnet wurden.

Und diese dann in Verbindung mit einem ur-österreichischen Begriff, nämlich Grant, zu bringen. Mode gerne reduziert wird. Sich kleiden setzt nicht nur intentionale Gestaltung oder Inszenierung voraus, sondern, weil Kleidung alle Sinne erfasst und einbindet, auch das Schaffen von Kontexten, Atmosphäre, Stimmungen und Schwingungen, Rhythmen.

Dies wird besonders deutlich am Beispiel der Farben: Sie bilden nicht nur einfach Teil des Musters oder des Gesamtbildes, sondern sie erzeugen Stimmungen und atmosphärische Felder, die auf das gesamte Umfeld einwirken. Als individuelle Stimmungsbarometer verstanden die italienischen Futuristen daher die Farben in der Kleidung, aber auch als Mittel zur Dynamisierung des urbanen Raums, das den Einzelnen in der Menschenmenge markierte und den Eindruck der uniformen Masse unterbrach.

Kaschiert es das wahre innere Selbst oder gibt es dieses zu erkennen? Aus dieser Ambivalenz heraus entwickelt und strukturiert sich die Darstellung sowie die Wahrnehmung des Selbst. In Kleidungspraktiken wie Uniformierung Die westliche Kleidungskultur hat mit dem Spätmittelalter einen Kleidungstypus geschaffen, der die anatomische Körperform als Vorbild für die Kleidungsform genommen hat.

In einem seit dem Spätmittelalter bis zum Jahrhundert währenden Prozess, in dem sich technologische und kulturelle Innovationen vereinten, wurde der Zuschnitt zum dominanten Gestaltungsprinzip der westlichen Bekleidungsformen. Die Kompetenz des Zuschnittes baut bereits auf vielen kulturell-technologischen Vorleistungen auf wie die Herstellung des Gewebes, die Kenntnis des Nähens und das Instrument der Schere, die wiederum das Gewebe in Form bringt. Ebenso entscheidend für diese technologische Entwicklung ist die Kenntnis des menschlichen Körpers, vor allem in seiner anatomischen Ausprägung.

Sie liegt dem Entwurf des zugeschnittenen Kleides zugrunde. Diese enge Anlehnung an die anatomische Körperform lässt eine körperliche Bildhaftigkeit der Kleidung entstehen, die zwar erst durch das Tragen eine Form annimmt, aber welche die spezifische Sichtbarkeit westlicher Kleidungskulturen ausmacht.

Clothes make, not the man but the image of man, mit dieser Bemerkung hebt Ann Hollander auf die Bedeutung der Kleidung für die Konstruktion des Selbst-Bildes ab. Wie ist dieses Bild zu verstehen? Ein Bild ist mehr als ein Produkt der Wahrnehmung.

Es entsteht, so Hans Belting, als ein Resultat einer persönlichen oder kollektiven Symbolisierung. Alles, was vor den Blick oder vor das innere Auge tritt, lässt sich auf diese Weise zu einem Bild klären oder in ein Bild verwandeln. Aber in welcher Weise ist der hier beschriebene Symbolisierungsprozess der Bilder explizit mit dem der Kleidung zu verknüpfen?

Folgt man dem Konzept der sozialimaginären Bedeutungen von Castoriadis, so beruhen beide auf den gleichen Voraussetzungen, insofern Materialität und Immaterialität nicht voneinander trennbar sind.

Je nach Machart und Aussehen besitzt auch die bildnerische Erzählung eine andere Stofflichkeit. Die so durch Zeit und Raum kontextualisierte Kleidung ist als ein kulturelles Gesamtbild zu verstehen, in dem die Vorstellungen von Körper, Geschlecht und Milieu, Zeit und Raum gespeichert und ausgedrückt werden.

Sie bildet daher ein zentrales Medium für die Selbstbetrachtung und Subjektbildung. Die Filmwissenschaftlerin Kaja Silverman hat sich mit dem männlichen Blick auf Kleidung auseinandergesetzt. Kleidung wird von ihr definiert als necessary condition of subjectivity. Ihre Überlegungen, welche sie in Bezug zum fotografischen und filmischen Blickregime anstellt, lassen sich auch mit der Kleidung in Zusammenhang bringen.

Ihrer Filmtheorie zufolge kommt die Wahrnehmung des Selbst erst durch seine Vermittlung über das Medium der Kamera zustande. Der Bildschirm und die imaginäre Linse sind somit nicht als neutrale technische Instrumente aufzufassen, sondern in ihnen spiegelt sich der eigene Blick in dem der anderen. So wird durch die Begegnung des Selbst im Blick der Anderen erst die eigene Subjektbildung gesichert und bestätigt.

Das Subjekt schlüpft in sie hinein, füllt sie jedoch nicht passiv aus, sondern bringt sie durch den aktiven Prozess der Eigenwahrnehmung, des Sehens und Gesehen-Werdens zum eigenen persönlichen Ausdruck. Als material establisher of identity haben Ann Rose und Peter Stallybrass daher die Kleidung bezeichnet. Die Kleidung im Bild wie auf Gemälden, auf Druckgraphiken, in der Fotografie, im Film bilden weitere materialisierte Fortsetzungen einer so vermittelten Vorstellung des Selbst.

Einerseits fördert es durch die Konstruktion des Selbstbildes den Individualisierungsprozess, andererseits sind in dem Kleidungskörperbild bereits Normen, Werte und Gestaltungsvorgaben gespeichert, die dem Selbst wieder körperlich-symbolische Vorgaben setzen oder anders formuliert, es in die geschneiderte Passform einbinden. Roland Barthes hat dies bereits klarsichtig formuliert: Im Schnitt und in der Naht bilde sich die Struktur heraus und zwar auf der Ebene ihrer Materialität und ihrer Transformationen, und nicht auf der Ebene der Repräsentation und der Signifikanten.

Diese Frage haben zeitgenössische Künstlerinnen wie Alba d Urbano mit ihrem Projekt Hautnah aufgeworfen, bei dem eine Art dreidimensionaler Overall, in dem sich Körperteile wie Brust, Hüfte, Geschlecht genau abzeichnen, auf einer Stange hängend präsentiert wird.

Für d Urbano verknüpft sich damit die Thematik der Wechselbeziehung zwischen dem Objekt und seiner Darstellung, d. Der reale Körper wird durch die Bilder des Körpers verschleiert und dadurch zugleich betont. Aber diese Gleichsetzung übersieht die kleine, aber wesentliche Differenz, dass zwischen der Kleidung und dem physisch-imaginären Körper immer eine Distanz besteht: In seiner klassischen nicht modernisierten Form beruht er in der Hauptsache auf dem Umwickeln des Körpers und nimmt unbenutzt wieder die Form eines gewebten Stoffes an.

Hier handelt es sich ebenso um die Konstruktion eines Körperbildes, jedoch wird die zeitliche wie räumliche Distanz, die zwischen dem textilen Stoff als gestalterisches Medium und dem Körper steht, klar erkennbar. Geschlecht Konstruktionen und Konfigurationen der Geschlechter liefern einen zentralen Schlüssel zum Verständnis der Kultur. Mit diesem durch die Kleidung geschaffenen Körperbild ist die Frage der Geschlechterkonstruktion auf das engste verbunden.

Seit dem Spätmittelalter lassen sich für Mann und Frau klar unterschiedene Modelle von Kleidungsformen aufspüren, die jeweils eine andere Art der Körpersprache und des Körperbildes erzeugen. Hosen für den Mann und Röcke für die Frau haben sich endgültig seit der Renaissance verfestigt und zu einem dichotomisch angelegten Geschlechterbild geführt. Der sprichwörtliche Kampf um die Hosen als Umschreibung des Geschlechterkampfes ist bis in das Jahrhundert hinein in Illustrationen und Sprichwörtern belegt und erinnert so daran, dass die Bekleidungsfrage Teil der Auseinandersetzung zwischen den Geschlechtern gewesen ist und zu der Formierung von eindeutigen Geschlechterbildern und -stereotypen geführt hat.

Jahrhunderts kommt dieses Erbe der tradierten Geschlechterbilder in der Kleidung nochmals in besonderer Schärfe zum Ausdruck.

Der weibliche Körper wird dabei zum Hauptgegenstand der Modernisierungsanstrengungen, der durch neue Kleidungsformen umgebildet, flexibel und mobil gemacht wird. Dies bedeutet nicht die Transgression der alten Grenzen, sondern die Konstruktion neuer Geschlechterbilder und -rollen.

Die verkürzten Röcke in den er Jahren mit der Zurschaustellung der weiblichen Beine lassen neue Geschlechtertopoi entstehen. Das bunte Treiben der Drag Queens in dem Film Paris is burning von Jennie Livingstone steigert dieses Spiel bis hin zum Absurden, wenn sie aus jedem Kleidungsdetail ihre Grundsatzfragen ableiten, ob diese männlich oder weiblich seien, wie z.

So schreiben noch Peter Berger und Thomas Luckmann wenngleich die Welt des Alltags für sie als räumlich strukturiert galt, dass die räumliche Struktur für die Gedankenfolge nebensächlich sei. Auch für Talcott Parson war der Handel zwar zeitlich bedingt, jedoch nicht räumlich. Die Beziehung zwischen Textilien sowie Kleidung und der Architektur ist häufig thematisiert worden.

Sie ist jedoch keineswegs als so unmittelbar zu verstehen, wie es z. Verbindungen lassen sich in der Tat feststellen, aber nicht in der Gleichsetzung von Formen, Strukturen, Farben oder Ornamentik, hier handelt es sich eher um eine Oberflächensymptomatik. Mode wie auch Architektur nehmen zwar den Die Betonung der Ähnlichkeiten zwischen Kleidung und Architektur beruht in der Regel auf der Parallelität, die zwischen dem Männeranzug des Jahrhunderts und der Fassadenarchitektur gezogen wurde, 45 und kann daher auch nicht unbedingt verallgemeinert werden.

Eine Beziehung von Raum und Kleidung lässt sich unter verschiedenen Aspekten aufdecken. Kleidung ist ein Medium, um den Raum kulturell zu konstruieren und zu organisieren. In dieser Hinsicht steht sie in einer Reihe mit der Architektur. Jedoch der mobile Charakter der Kleidungsformen organisiert den Raum in einer ganz anderen Weise als die unbeweglich monumentale Gegenwart der Architektur, indem sie ihn durch Bewegung und Formbarkeit dynamisiert.

Dies zeigt sich selbst bei den festlichen und eindrucksvollen, in strenger Ordnung konzipierten Umzügen, die in der Renaissance und vor allem später im Barock zu Ehren von Fürsten und Landesherren inszeniert wurden. Der emotional aufgeladene und zugleich ephemere Charakter dieser beweglichen Gemälde lebte von der Partizipation und dem Schauspiel der verschiedenen Kleidungen der beruflichen und sozialen Stände, die im Raum ein lebendes Panorama einer idealisierten ständisch organisierten Gesellschaft entfalteten.

Der dynamisierende Charakter des textilen Elementes zeigt sich auch bereits bei den durch Wind in Bewegung gesetzten Fahnen, die zwar an festen Pfosten installiert sind, aber dennoch unaufhörlich in Form aufgehen und wieder zusammenfallen. Als gesichert scheint, dass Kleidung bzw. Mode als eine Variante von Kleidung auf eine enge, fast symbiotische Weise mit Urbanität verknüpft ist. Bereits zu Zeiten der Renaissance bildete die Kleidungskultur der städtischen Eliten die Möglichkeit, die Stadt als den eigentlichen Ort und Ursprung ihres Interesses und ihrer Macht sichtbar zu machen: Indem sie bestimmte Orte für ihre Repräsentation in Anspruch nimmt oder indem sie die Räume der piktoralen Repräsentation besetzt.

Die Trachtenbücher der Renaissance, die ersten frühen systematischen und illustrierten Publikationen zum Kleidungswesen, binden die Kleidung an die Orte oder umgekehrt je nach Perspektive die Orte an die Kleidung. Die Kleidung wird hier zum Stellvertreter des städtischen Kosmos, ohne dass die Stadt selbst im Bild erscheinen muss. Hier wird Kleidung zum Medium, das den Raum als Lokalität erfahrbar, benennbar und kulturell erkennbar macht, indem sie ihn in eine gekennzeichnete Örtlichkeit verwandelt.

Jahrhunderts gesprochen und hierbei die öffentlich lustvolle Inszenierung von Mode vor Augen gehabt. David Gilbert ist einer der wenigen, der sich dieser Verbindung von Urbanität mit Mode aus systematischer Sicht angenommen hat. Erst heute haben gerade diese performativen Qualitäten des textilen Materials zu einer Neusicht in der Kunst und vor allem in seiner Hightech-Bearbeitung zu einer Neubewertung für das moderne Bauen und für die Technik geführt.

Einzigartigkeit, als Bedingung für Individualität als die entscheidende Differenz, so erläutert es Elena Esposito in einer neueren Darstellung zu den Paradoxien der Mode, lässt sich heute nur noch auf der Zeitachse realisieren. Schon Justinus Bertuch, der Herausgeber des ersten deutschen Modejournals, hat fast resignierend bemerkt: Im Augenblick des Entstehens ist alles individuell, und nichts Mode; eigentlich kann nur der Historiograph sagen, dies war Mode.

Jahrhundert und selbst gelegentlich in traditionellen Kleidungskulturen in Form von Kleidungsrevivals zelebriert und damit Zeit und Modegeschichte selbst als Darstellungsmittel einsetzt. Auf diese Weise wird Zeit ästhetisiert und zugleich als Bild präsent gemacht.

Auch die wissenschaftliche Kleidungsforschung hat mit der Zeit als Kategorie operiert, um Kleidungskulturen unterscheidbar zu machen. Die von der traditionellen wissenschaftlichen Volkskunde sorgfältig aufgebaute Dichotomie Mode kontra Tracht zählt dazu: Die Tracht erschien als das Refugium, wo die Zeit stillgestanden hat; ein Versuch, sich der Übermacht der Modezeit zu erwehren, die heute stärker denn je durch den Rhythmus der akzelerierten Produktion die Reichweite des Wandels und die Intensität der Globalisierung mit angibt.

Ein Beispiel für die Stärke materialer Wirkungsfelder sind die Pelze, die nicht nur wegen ihres Status als Luxusgegenstand geschätzt werden, sondern auch ihrer sinnlichen Ausstrahlung wegen, die das organische Fell überträgt. Andrea Steinert hat in ihrer Untersuchung die neue Sinneswahrnehmung synthetischer Textilstoffe in den 20er und 50er Jahren des Jahrhunderts behandelt, wie diese Erfahrungen mit neuen Stoffwelten in der Sprache der Zeitschriften repräsentiert werden, und hat von einer Mittlerfunktion des Textils zwischen Individuum, Umwelt und Technik gesprochen.

Im Begriff Wahrnehmung ist zugleich der Blick der anderen einbezogen, die uns wahrnehmen und damit wiederum unsere Eigenwahrnehmung beeinflussen. Die Wahrnehmung als aktiv zu verstehendes Handeln umfasst das mimetische Potenzial, das dem Kleidungsverhalten grundsätzlich innewohnt und bei vielen kulturellen Performanzen wie Theater, Film, Tanz mobilisiert wird.

Primärtechnologien rechnen, mit denen nicht nur technische Grundlagen und technologisches Grundlagenwissen geschaffen, sondern durch die auch Vorstellungsvermögen und Abstraktionsleistung geformt wurden. Hier lässt sich auch mit Fug und Recht eine deutliche Verbindung zur Architektur herstellen, die auf der strukturellen Ähnlichkeit in der Bearbeitung der Textilfasern und ihrer Verarbeitung als Materialien für die Primärarchitektur beruht.

Dies gilt für die Technik des Flechtens, um Hauswände herzustellen. Zwar gibt Leroi-Gourhan zu, dass es Unterschiede in der Form, dem Gebrauch und dem Aussehen gibt, aber keineswegs bei dem grundlegenden technischen Procedere.

Für Semper bildet die Herstellung einer Fläche eine besondere kulturelle Leistung, weil sie das einzelne Element wie den Faden zu einer zusammenhängenden, in sich strukturierten Oberfläche verarbeitet und dadurch die Konstruktion von Hüllen möglich macht. Die Gewebe- und Textmetapher durchzieht daher auch viele literarische und wissenschaftliche Darstellungen, die sich die Plastizität der Technik des Webens zunutze machen, um ähnlich komplexe soziale wie technologische Vorgänge fassbar zu machen, 62 angefangen vom Faden der Ariadne bis hin zum Bild der Kultur als Gewebe, das Clifford Geertz so eindringlich beschreibt.

Jahrhunderts in Masuren spielt, liegt der Teppich als unmittelbar angesprochenes Leitmotiv zugrunde. In der masurischen Teppichkunst versinnbildlicht sich die Erzählung als Vorgang, Geschichte gegenwärtig zu halten und sie in die Darstellung einzubinden.

Es bleibt eine Metaphorik der Struktur, vergleichbar dem heute üblichen Begriff vom Netzwerk der zwar auf textile Strukturen anspielt, allerdings ohne die dem Teppich inhärente Komponente der Zeit. Sie ersetzt nicht, sondern übersetzt. Es ist nicht allein die Herstellung einer Fläche aus einzelnen Ein Faden aus Baumwolle wird anders produziert als ein gesponnenes Seidengarn oder Wollgarn.

Techniken wie Knoten und Wickeln lassen andere Formen entstehen. Ebenso gibt es bedeutsame Unterschiede bei den Materialeigenschaften, die sich wiederum auf die Verarbeitung, den modischen Bedarf und die Gestaltung auswirken. Die Beziehung zu den natürlichen Ressourcen rückt erneut durch die technologischen Entwicklungen in der westlichen Textilindustrie in den Vordergrund.

Gerade die Forschungen von Nanotechnologie und Bionik 65 nutzen die natürlichen Ressourcen auf eine bislang ungewohnte Weise, und dies kommt gerade der Technologie von textilen Stoffen zugute. Die biologischen Prozesse bei Tieren oder Pflanzen liefern die Vorbilder für technische Problemlösungen, die bei den technischen Apparaturen in modifizierter Form umgesetzt werden.

Von einer Nachahmung zu sprechen, wäre daher nicht korrekt. Dadurch kommt diesen Technischen Textilien als neuem Material eine verstärkte Bedeutung zu, die sie in fast allen Bereichen von Industrie, Technik und Alltag wieder multifunktional einsetzbar macht. Gerade seine bislang als minderwertig eingestufte Formbarkeit wird hier als Vorteil gesehen. Dabei werden bislang unbekannte Stoffherstellungstechniken entwickelt und kommen neuartige Materialmischungen wie z.

Metall mit Seide zustande, die uns von dem gewohnten textilen Bild des Gewebes entfremden und uns mit der Idee einer neuen Stofflichkeit konfrontieren, die mit der uns zur Verfügung stehenden sinnlichen Kompetenz nicht mehr in der üblichen Weise erfahrbar gemacht wird und auch nicht mehr in ihrer Zusammensetzung durchschaubar oder nachvollziehbar ist.

Insbesondere die textilen Hightech-Technologien binden den menschlichen Körper in einer befremdlichen Weise ein, aktivieren ihn oder nutzen ihn selbst als Prothese. Material of Invention hat es Ezio Manzini genannt, weil sie sich von der traditionellen Materialität in der Weise unterscheide, dass es nicht Die herkömmliche Klassifizierung in Materialien, so Manzini, ergibt für die modernen Stoffe keinen Sinn mehr.

Sie werden im wahrsten Sinne des Wortes perfomativ. Die Natur stellte immer den besten Rohstofflieferanten für die textile Sachkultur und wurde zu diesem Zwecke rücksichtslos ausgeplündert. Gerade für den zu teuren Look zeitgenössischer Modefolien haben viele Tiere wie die sog. Pelztiere, die Wale für die Fischbeinkorsetts, die Purpurschnecken für die Gewinnung des Purpurs usw. Im mittelalterlichen Pelzluxus, der in zahlreichen Rechnungsbüchern bis gut nachweisbar ist, kommt zugleich eine neue Mensch-Tier-Naturbeziehung zum Ausdruck, in der der Mensch zunehmend auf eine oppositionelle Distanz zur Natur geht und sie mehr und mehr als reine ökonomische Ressource nutzt.

Ebenso wie heute hat auch die Produktion und der Handel mit modisch gesuchten Materialien wie Baumwolle, einem der wichtigsten textilen Materialien seit der Zur Zeit stellt sich wegen des gesteigerten Kleidungskonsums in den Industriekulturen in anderer Brisanz die Entsorgungsfrage der Altkleider, die sich ebenfalls in ihrer Fülle umweltbelastend auswirken oder ökonomische und kulturelle Entwicklungspotentiale in anderen Länder, insbesondere in den Schwellenländern, erheblich stören und gar behindern.

Zur Geschichte des Faches Wenn hier die verschiedenen Zugangswege zum textilen Feld abgesteckt wurden, so gehört dazu seine Geschichte als Schulfach und als pädagogische Universitätsdisziplin und damit auch seine Positionierung innerhalb der Bildungsinstitutionen.

Sie prägen nicht nur die Struktur, sondern auch das Selbstverständnis des Faches und seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Dies wiederum steht in engem Zusammenhang mit seiner historisch ebenso langwierigen wie engen Verknüpfung mit der Frauengeschichte. Unter der Rubrik textiles Werken, Handarbeit, Gestalten bildete es als Schulfach einen Teil der traditionellen Mädchenerziehung, das je nach Zeitetappe unterschiedlich ausgerichtet war und mit verschiedenen Schwerpunkten gelehrt wurde.

In seiner Funktion als Schulfach befand es sich immer in einer unsicheren und unklaren Gemengelage zwischen seiner Ausrichtung auf das Praktische, Gewerbliche und seinem künstlerischen Potential. Diese praktische Orientierung, und dies zudem im als weiblich bestimmten Reproduktionsbereich, trug zur Unansehnlichkeit des textilen Faches in der Öffentlichkeit bei.

Schon dies war und ist wie es auch die jüngsten Entwicklungen an den deutschen Universitäten nahe legen eine Begründung für seine Marginalisierung und Diskriminierung. Die besondere strukturelle Eigentümlichkeit des Faches liegt in der ihm inhärenten technischen wie naturwissenschaftlichen Komponente vor allem die Faser- und Produktionstechnologie , die für den aktuell gewünschten Dialog zwischen Geisteswissenschaften und den wirtschaftlichen, technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen gewinnbringend eingesetzt werden könnte.

Wenn sich das Fach jedoch neu legitimieren will, so sollte es sich gerade auf seine inhaltliche Vielseitigkeit und damit auf seinen technologischnaturwissenschaftlichen Anteil besinnen und ihn gleichberechtigt integrieren.

Das Dortmunder Institut Textilgestaltung und ihre Didaktik hat sich seit den er Jahren frühzeitig für die Ausbildung des Schwerpunktes Kulturgeschichte entschieden und damit der Einführung des eigenständigen Magisterstudiengangs Vergleichende Textilwissenschaft kulturgeschichtlich , dem einzigen im deutschsprachigen Raum, inhaltlich den Boden vorbereitet.

Mit der Bezeichnung vergleichend wurde abgezielt auf die für das Fach wesentliche interkulturelle Perspektive. Sie verweist nicht nur auf europäische Zusammenhänge, sondern auf die Tatsache, dass textile Kulturen sich einem bereits früh bestehenden, weltweit globalisierten Netzwerk von Handelswegen, Märkten und Konsum verdanken.

Gleichzeitig war mit der Einführung des Magisterstudiengangs beabsichtigt, die fachdidaktischen Methoden und Zielsetzungen mit fachwissenschaftlicher Grundlagenforschung zu verbinden und dadurch das Fach insgesamt in einen umfassenden disziplinären Horizont zu stellen. Die Beiträge des Bandes Dieser Band gibt nicht vor, umfassend oder vollständig alle Felder abzudecken. Dies wäre vermessen und in einem Band nicht darstellbar. Die vorliegenden Beiträge stammen bis auf einige Ausnahmen aus der Praxis der Lehre und haben zum Ziel, den Studierenden knappe und prägnante Ein- und Übersichten über Themenfelder zu vermitteln.

Der Band beginnt mit zwei theoretisch orientierten Beiträgen, in denen Kleidungsforschung als Disziplin umrissen wird. Christopher Breward erarbeitet die grundsätzlichen methodologischen Schritte und die theoretischen Paradigmen für eine sich interdisziplinär gebende Kleidungsforschung. In der Begrenzung der Kleidungsforschung auf die jeweilige Fachperspektive erkennt er eines der Grundprobleme der Kleidungsforschung. Richtungsweisende Anregungen für eine genuine Kleidungsforschung entstammen daher weniger den einzelnen Disziplinen, sondern den um hier die Bezeichnung von Ute Daniel zu verwenden Organisationszentren wie Cultural Studies, der Geschlechterforschung und der modernen Geschichtsforschung New History.

Alexandra Palmer betont in ihrem Aufsatz ebenfalls entschieden die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit. Im Unterschied zu Breward jedoch macht sie dies vor allem an der Vernetzung von entsprechenden beruflichen Ausbildungsgängen in den verschiedenen Bildungsinstitutionen wie Universität, Fachhochschule, Museen, Designschulen usw.

Erst eine effektive Kooperation zwischen diesen Institutionen könnte ihrer Ansicht nach einen konsequenten wissenschaftlichen Standard in der Kleidungsforschung setzen. Aus ihrer Kenntnis und Erfahrung als Museumskuratorin plädiert sie vor allem für die konkrete empirische Auseinandersetzung mit den Kleidungsartefakten, mit der manche Fragen der Kleidungsforschung überhaupt erst beantwortet werden können.

Nach wie vor stellt das Museum ein zentrales Arbeits- und Berufsfeld für Studierende der Kulturanthropologie des Textilen dar. Hier befinden sich die facettenreichen Sammlungen und hier bietet sich die Möglichkeit für eine adequate und intensive wissenschaftliche Bearbeitung an der Quelle des Originalobjektes.

Die Bedeutung der Sammlungen für die materielle Kultur und die textilen Artefakte in ihrer doppelten Funktion als Archive des Wissens und als vergegenständlichte Erinnerung thematisiert Bärbel Schmidt.

Ähnlich wie Palmer sieht sie die materielle Kultur als einen besonderen Wissensbereich an, der lange unterschätzt und mittlerweile zunehmend als Quelle der Forschung in den Vordergrund rückt. Auch sie betont die Besonderheit textiler Objekte, weil sie in einem besonders weit gespannten Konnotationsnetz stehen und damit die Vielgestaltigkeit von Herstellungs-, Nutzungs- und Rezeptionsgeschichte exemplarisch verkörpern.

Museen und ihre Sammlungen spiegeln zugleich politische Geschichte, wissenschaftliche Paradigmenwechsel wie z. So bieten sie sich unzweifelhaft als reichhaltige Wissensarchive dar, die zu nutzen erst vor dem Hintergrund der Sammlungsgeschichte samt der daran gebundenen Strategien erst erlernt werden sollte.

Nur so erklären sich Lücken, Schwerpunkte und Besonderheiten, die erst Mit ihnen sind besondere inhaltliche Sammlungsprobleme die starke Konzentration auf die Festund Sonntagskleidung sowie konservatorische Probleme verbunden, die mit der Fragilität des textilen Artefaktes zusammenhängen.

Jüdische Textilien gehören zu heiligen Geräten, an denen sich die Grenzen normativer Werte in Wissenschaft und Museologie aufzeigen lassen Bendt. Und sie fragt nach den kulturpsychologischen und kulturanthropologischen Beweggründen der Sammler Sammlerinnen befinden sich ausdrücklich in der Minderheit, was sie bewog, das Textile zum Gegenstand ihrer Passionen zu machen. Neben fetischistischen Gelüsten u. Die folgenden beiden Beiträge führen in die nüchtern anmutende Welt von Produktion und Technik ein, die bei kulturwissenschaftlichen Analysen sträflich vernachlässigt wird, jedoch zum Kern einer ordentlich angelegten Sach- und Textilkulturforschung gehört.

Aus ethnologischer Perspektive nähert sich Annemarie Seiler-Baldinger der Frage, nach welchen Kriterien Textilien klassifiziert werden können. Ihre langjährigen konkreten Erfahrungen im Umgang mit textilen Artefakten haben den Ausschlag gegeben, sich an den jeweiligen Herstellungsverfahren zu orientieren. Diese werden hier in Form von graphisch erstellten Stammbäumen vermittelt, die einen Überblick über die Systematik der textilen Techniken geben.

Zugleich werden dadurch ihre Verzweigung und Strukturanalogien erkennbar. Von der anderen Seite her, nämlich der aktuellen industriellen und technisch hochgerüsteten Textiltechnologie und -produktion sowie aus der Perspektive der eher ingenieurwissenschaftlich orientierten Textilwissenschaft rollt Anne-Marie Grundmeier ihren Beitrag auf. Wie komplex die textile Fertigung angelegt ist, verdeutlicht hier das Ineinandergreifen von Produktion, Technologie und Handel und daran geknüpft die Probleme der Ökologie.

Der Titel des folgenden Kapitels Diskurse der Mode bezeichnet die theoretische Annäherung an Mode unter verschiedenen fachwissenschaftlichen Aspekten.

Sylvia Bovenschen hat mit ihrer Zusammenstellung von klassischen kulturphilosophischen, kultursoziologischen sowie kulturpsychologischen und kulturgeschichtlichen Traktaten zur Mode einsichtig gemacht, dass man heute berechtigt von Diskursen der Mode sprechen kann.

Um Diskurse handelt es sich insofern, als dass die von ihr versammelten Abhandlungen erstens die, die Mode als treibenden Motor im kulturellen Prozess betrachten, und zweitens die Traktate mit all ihren Verschiedenheiten im Ansatz durch wiederkehrende Topoi, gegenseitige Verweise, Argumentationsverflechtungen und klar erkennbare Positionierungen ein gemeinsames Diskursfeld herausbilden.

Neue Überlegungen zum Wesen der Mode positionieren sich daher in der Regel in Bezug zu den klassischen Theoretikern oder setzen ihre Überlegungen fort. Es lässt sich durchaus ein allgemeiner Paradigmenwechsel konstatieren. Durchgängig blieb seitdem das Paradigma des Geschlechtes erhalten.

Es sei diese besondere Kraft, die den Prozess der Mode an- und vorantreibt und sie damit zur Permanenz ihrer Flüchtigkeit und Vergänglichkeit anstachelt. Darauf gründet sich für sie die innere Beziehung zwischen Mode und Modernität. Dagegen betonen sie die Beziehung des Einzelnen zum Ganzen, die durch das Prinzip der Montage als operatives Mittel realisiert wird. Jennifer Craik diskutiert in ihrem Beitrag die These, dass Kleidung als eine zentrale Körpertechnologie zu verstehen sei.

Kleidung stellt für sie eine Erweiterung des Körpers und seines Habitus dar und verschmilzt zu einer weiteren Körpertechnik, die vor allem auf die Konstruktion von Geschlechter Identität und die individuelle Differenzierung abzielt. Elke Gaugele wiederum fokussiert in ihrer Darlegung den Beitrag der westlichen Mode zur Konstruktion von Geschlechteridentitäten und -bildern.

Sie analysiert die Subtilität der Geschlechterkonstruktionen und ihrer Dekonstruktion in der Mode. Sie warnt jedoch davor, diese vorschnell als emanzipatorischen Prozess zu deuten. Im Gegenteil, Dekonstruktion von Weiblichkeit verhindern nicht unbedingt neue ideologische Konstruktionen. Ihre These in Anlehnung an Barbara Mit dem Begriff Textilkulturen werden in diesem Kapitel kulturell unterschiedliche, zeiträumliche Kontexte umschrieben, in denen das Textile jeweils eine leitende kulturelle Dimension behauptet.

Kontext des ersten Beitrages von Daniela Biermann bilden die textilen Grabungsfunde der frühen v. An ihnen erläutert sie beispielhaft die methodischen Schritte der archäologischen Spurensicherung anhand von textilen Originalobjekten und ihre kulturelle Einordnung.

Archäologische Textilien sind von besonderem wissenschaftlichen Interesse, weil sie als organische Stoffe schnell und leicht dem Verfall preisgegeben werden und von daher seltener sind. Zugleich geben sie umfassend Auskunft sowohl über kulturelle Praktiken als auch über technische Verfahren. Nur in Verbindung mit einer genauen technologischen Analyse der Funde und der Kombination mit anderen Grabungsfunden lassen sich genauere Schlüsse über die Kultur ziehen.

Für die Archäologie bieten daher Originalobjekte den wesentlichen Zugang für die wissenschaftliche Erforschung einer längst vergangenen Kultur und rücken die Bedeutung des konkreten materiellen Artefaktes in ein neues Licht. In einem geographisch nicht allzu fern liegenden kulturellen Kontext nimmt Birgitta Huse die gegenwärtige indianische Textilkultur im Hochland von Chiapas in Mexiko in ihren Blick.

Ihre auf eigenen Feldforschungen beruhende Darstellung analysiert den Wandel der traditionellen textilen Produktion und des textilen Konsums der Indianerkulturen unter dem Einfluss des wachsenden Tourismus. Die Fähigkeit der Indianerfrauen, sich den neuen Bedingungen des Tourismusmarktes anzupassen, führt zu einer stärkeren beruflichen Differenzierung im textilen Produktionsbereich und zugleich zu einem crosscultural Konsum, in dem traditionelle Textilien mit moderner westlicher Kleidung kombinierbar gemacht werden.

Diese Entwicklung widerspricht dem gerne gepflegten idealisierten Bild einer traditionellen Maya-Kultur, das von Museen und Tourismusbranche immer wieder aufgerufen wird. Gerade in Textilkulturen verschafft sich der kulturelle Wandel am frühesten und eindrucksvollsten Geltung. Inwieweit spielt dieses kulturelle Kapital bei der Identitätssuche der westafrikanischen Migranten eine Rolle? Vera Bendt macht den Vorschlag, dies über den methodischen Brückenschlag zwischen der Analyse der in europäischen Museen gelagerten Textilsammlungen zu Westafrika einerseits und über Feldforschung bei Migranten andererseits zu beantworten.

Sie konturiert dadurch einen Forschungsweg, der sich abhebt von der gängigen Modeforschung. Diese interpretiert in der Regel den Stil, die Modekreateure und ihre Modelle, aber nimmt selten die Perspektive der einzelnen Modekonsumenten in all ihren Facetten ins Visier.

Karin Mann veranschaulicht am Beispiel von Modefotos aus der Zeitschrift Vogue zum einen die methodische Herangehensweise einer vestimentären Ikonographie und zum anderen weist sie nach, wie selbst die sich dekonstruktivistisch und modernistisch gebärdende Modefotografie erneut zur Retraditionalisierung von herkömmlichen Geschlechterbildern beiträgt.

So kommen visuelle Modebotschaften zustande, die wiederum auf die getragene Mode und ihre Wahrnehmung einwirken. Kleidung, richtiger die Mode, ist, so zeigen beide Beiträge, von Beginn an ein medialer Gegenstand und geradezu für die Medialisierung prädestiniert. Kerstin Kraft richtet in dem letzten Beitrag des Bandes den Blick auf ein bislang wenig beachtetes ästhetisches Detail der Bekleidung, nämlich die Bedeutung des Musters für die Strukturierung der Wahrnehmung.

Sie untersucht das Muster unter zwei Aspekten: Jahrhundert hat der Zuschnitt die Oberhand gewonnen, das Muster hat sich dem unterzuordnen.

Durch dieses Dominanzverhältnis verlagert sich unsere Wahrnehmung von Kleidung entsprechend auf die Formen und die Konstruktion. Anmerkungen 1 Jacob Tanner: Historische Anthropologie zur Einführung. Hamburg , S Namen und was sie bedeuten.

Zur Namensdebatte im Fach Volkskunde. Beiträge zur Volkskunde in Niedersachsen. Göttingen Pierre Bonte und Michel Izard: Dictionnaire de l ethnologie et de l anthropolopgie. Pour une anthropologie des mondes modernes. Paris , S Nilüfer Göle: University of Michigan , S. Meral Akkent und Gaby Franger: Ein Stückchen Stoff in Geschichte und Gegenwart.

Frankfurt am Main ; Heide Oestreich: Das Abendland und ein Quadratmeter Islam. Frankfurt am Main Tanner: Historische Anthropologie, S Vgl. Frankfurt am Main , S. S Aus der Fülle der mittlerweile enorm angewachsenen Literatur aus der Sicht der empirischen Kulturforschung: Studien zur historischen Sachkultur eines schwäbischen Dorfes. Geschlecht und Materielle Kultur. The Sex of Things. Gender and Consumption in Historical Perspective. Symbole und Instrumente der Identitätsbildung.

Frankfurt am Main Vgl. Material Culture and Mass Consumption. Oxford, New York Aus soziologischer Sicht: La construction du social par les objets. Paris Für eine aktuelle Übersicht über die materielle Kultur als Forschungsgegenstand vgl. Auf dem Rücken der Dinge. Materielle Kultur und Kulturwissenschaft. Themen und Theorien der volkskundlichen Kulturwissenschaft.

Paris , S Zur Etymologie vgl. Reclams Mode- und Kostümlexikon. Zum Phänomen der Bekleidung in der Architektur. Wien, Köln, Weimar , S Vgl. Hochzeitskleidung Biographie, Körper und Geschlecht. Kleidung als Medium der Geschlechterkonstruktion. Die Ordnung der Kleider. Eine Kultur des Ansehens. Kleidung und Kleiderfarben in Laichingen In: La culture des apparences. Paris Daniel Roches Untersuchung kann insofern als Pionierstudie gelten, als dass er die textile Konsumption ins Zentrum rückt.

Diskussion und Materialien wie z. Terminologie und Typologie mittelalterlicher Sachgüter: Zeitschrift der Gesellschaft für Historische Waffen- und Kostümkunde. Die Zeit der Staufer. Stuttgart , S Vgl.

Kleidung und Mode in der höfischen Epik des Kritische Bemerkungen zur Kostümliteratur. Das Beispiel der Kleidung. Wien , S Eine ausführliche wissenschaftliche Untersuchung der deutschen Kostümgeschichten des Bisher dazu Odile Blanc: Pour une histoire du Costume. Paris , S ; Daniel Roche: L effet Quicherat et ses ruptures. Paris , S Vgl. Paris Konsequent im lexikalischen Sinne z.

Funktionen, Kontexte und Rezeption eines repräsentativen Mediums. Populärphilosophische Schriften über literarische, ästhetische und gesellschaftliche Gegenstände. Band 1, Stuttgart , S Vgl. Einführung in die Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie.

Berlin , S Cornelius Castoriadis: Gesellschaft als imaginäre Institution. La production de l espace. Fashioning a Cultural Approach to Dress. The World in Dress: Anthropological Perspectives on Clothing, Fashion, and Culture. From political economy to the theaters of consumption.

London, New York Daniel Miller: A Review of New Studies. Menschheit auf dem Laufsteg. Die Mode im Zivilisationsprozess. Die Lagen des Stoffs auf dem Körper. Science and Modern World. Cambridge , S Für Whitehead konstituiert die Situation in der realen Welt das Zentrum seiner Theorie der Erfahrung, aus der heraus er seine Bedeutungstheorie entwickelt. Einführung in die Medienkunde. Das textile Medium als Grenze.

Gabriele Mentges und Heide Nixdorff: Dortmunder Reihe zu kulturanthropologischen Studien des Textilen. Dortmund, Berlin , S Ann Hollander: Berkeley, Los Angeles , S. Les carrefours du labyrinthe 5. Fragments of a Fashionable Discourse. Shari Benstock und Suzanne Ferris Hg. Kritik der visuellen Kultur.

Berlin , S , S Silverman: Renaissance Clothing and the Materials of Memory. Cambrigdes , S Roland Barthes: Dies hat Barthes allerdings nicht daran gehindert, Mode hauptsächlich auf der symbolischen Ebene zu analysieren.

Die Zukunft des Körpers I. Die Lagen des Stoffs, S , insbes. Zitiert nach Daniel Devoucoux. Der Kampf um die Hose. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit.

Sociological Theory and Modern Society. Opladen ; Martina Löw: Fashion, Gender and Modernity. Oxford , S ; vgl. The Fashion of Architecture. Oxford, New York Brunhilde Wehinger: München ; Gabriele Mentges: Barbara Barman und Carole Turbin Hg.

Dress and Gender in a Historical Perspective. Trachtenbücher und Trachtenhandschriften des Waffen- und Kostümkunde, , H. The City and the Spaces of Fashion Culture. Berlin , S , hier S Vgl. Weiner und Jane Schneider Hg. Cloth and Human Experience. Die Verbindlichkeit des Vorübergehenden. Angela Borchert und Ralf Dressel Hg. Das Journal des Luxus und der Moden: Kultur um Heidelberg , S , hier S Vgl. Materielle Kultur und Geschlecht. Frankfurt am Main , S Andrea Steinert: Die Erfahrung textiler Materialität im Kontext der 20er und 50er Jahre.

Gabriele Mentges und Heide Nixdorff Hg. Berlin , S , hier S Ernst Gombrich: Zur Psychologie der bildlichen Darstellung. Stuttgart, Zürich , insbes. Hamburg ; Christoph Wulf: Weinheim, Basel , S , insbes. Mittenwald Ausführlich zu Sempers Beziehung zum Textilen vgl. Haus-Kleider, S Olaf Eigenbrodt: Mythopoetische Gewebe, poststrukturalistische Literaturtheorie und Hypertext. Der Schleier des Timanthes.

Frankfurt am Main , S Zur genauen Definition vgl. Ulrich Kern; Bärbel Häcker: Bionik Natur als Vorbild. Zukunfts-Technik lernt von der Natur. Bionik, S Ezio Manzini: The Material of Invention. Manzini spricht hier allerdings nicht nur von textilen Stoffen. Vers Vers Band I. Fashion, Culture and Identity. Chicago, London Siehe ausführlich dazu ihren Band: The Face of Fashion. London, New York , 2. Frankfurt am Main Assmann, Aleida: Namen und was sie bedeuten. Göttingen Berger, Peter und Thomas Luckmann: Frankfurt am Main Blanc, Odile: Frankfurt am Main Böth, Gitta: Frankfurt am Main Craik, Jennifer: Auflage Paris Davis, Fred: Chicago, London Delort, Robert: Mentges, Gabriele und Heide Nixdorff Hg.

Berlin , S Ellwanger, Karen: Bekleidung im Modernisierungsprozess Dortmund. London, New York Gaugele, Elke: Köln, Weimar, Wien Gilmore, David: University of Michigan Gombrich, Ernst: Frankfurt am Main Hager, Helga: Berlin , S Hauser, Andrea: Stuttgart Kern, Ulrich und Bärbel Häcker: Zukunfts- Technik lernt von der Natur. Landesmuseum für Technik und Arbeit. Frankfurt am Main Kraft, Kerstin: Frankfurt am Main Loschek, Ingrid: Oxford , S Medick, Hans: Münster , S Mentges, Gabriele: Barman, Barbara und Carole Turbin Hg.

Borchert, Angela und Ralf Dressel Hg. Kultur um Heidelberg , S Mentges, Gabriele: London, New York Miller, Daniel: Frankfurt am Main Parsons, Talcott: Paris , S Quinn, Bradley: Oxford, New York Roche, Daniel: Paris , S Sauerländer, Willibald: Stuttgart , S Semper, Gottfried: Hans und Manfred Semper. Berlin , S Silverman, Kaja: Benstock, Shari und Suzanne Ferris Hg. Berlin , S Sturm, Gabriele: Wien , S Wehinger, Brunhilde: Stuttgart, Weimar , S Wehinger, Brunhilde: München Weiner, Annette B.

Washington, London Whitehead, Alfred North: Weinheim, Basel Zander-Seidel, Jutta: Kleidung und Haushaltstextilien in Nürnberg von München. Das sorgfältige Datieren überlieferter Kleidungsstücke und ihrer Darstellungen in Gemälden galt als nützliches Hilfsmittel für den Prozess der Authentifizierung und für die Ausbildung eines allgemeinen Spezialwissens. Die damals übliche Modebeschreibung war noch weitestgehend von einer Schwerpunktsetzung auf die Herstellung linearer Chronologien und Stilentwicklungen beeinflusst, wie sie in jener Zeit von der Kunstgeschichte diktiert wurde.

Erst mit der selbstbewussten Etablierung eines neuen kunstgeschichtlichen Denkens New Art History in den späten er Jahre wurden verschiedene Ansätze übernommen, die sozialen und politischen Zusammenhängen gegenüber den herkömmlichen Fragen nach Autorschaft, Bewertung, Kennerschaft und Authentizität den Vorrang einräumten. Zweifellos forderten die durch diesen Wandel ausgelösten Debatten jene Positionen heraus, die eine fundiertere Auseinandersetzung mit der Mode überhaupt erst begründet hatten.

Dabei handelt es sich um Themen, die im Kern jeder Definition von Mode zugrunde liegen, wenngleich sich einwenden lässt, dass sich die Konzentration von dem Artefakt weg zu der Betonung seiner sozialen Bedeutung verschoben hat.

In ihrer Definition einer stärker kulturwissenschaftlich orientierten Richtung neuer kunstgeschichtlicher Ansätze konstatieren sie: Wenn ein Aufsatz eher die Repräsentation von Frauen als die Qualität des Pinselstrichs analysiert oder ein Ausstellungsvortrag den Schimmer des Kleides der Jungfrau Maria ignoriert und sich stattdessen mit dem kirchlichen Gebrauch religiöser Kunst in der Gegenreformation beschäftigt, dann wirft die Neue Kunstgeschichte ihren Schatten voraus.

Möglicherweise hat es hier die im Vergleich zur Kunstgeschichte relativ junge Disziplin der Designgeschichte eher geschafft, die Komplexität sozialer Fragen, wirtschaftlicher Bedeutungen und kultureller Probleme, die Objekte prägen und durch die diese wiederum selbst geprägt sind, auf eine weniger beengte und selbstbewusste Weise aufzunehmen.

Die Fokussierung der Verbindung zwischen Produktion, Konsumption und Design-Artefakt, die schon immer zentral in der Definition des Faches verankert war, verlangt nach einer Erforschung des kulturellen Kontexts und eignet sich daher gut für die Erforschung historischer und zeitgenössischer Kleidung. Wie die Designhistorikerin Josephine Miller feststellt, ist dies ein facettenreicher Gegenstand und in gewisser Hinsicht verbunden mit nahezu allen Bereichen des Designs und mit vielen Aspekten der Kunst.

Er muss genau innerhalb eines kulturellen Kontexts positioniert werden, vor einem Hintergrund von technologischem und industriellen Wandel, literarischen und ästhetischen Ideen. In der postindustriellen Zeit haben zudem Marketing und Einzelhandel, zusammen mit Entwicklungen in Werbung und Verlagswesen, einen ganzen Satz neuer, weiterer Fragen aufgeworfen.

Darüber hinaus kann ein Studium der Bekleidung und ihrer Produktion nicht von der Geschichte der Frauen getrennt werden. In jedem Fall verdeutlicht sich darin das Potential, das die Kleidung für einen designgeschichtlichen und kulturhistorischen Ansatz birgt. Vielleicht zeigen sich darin die Ursprünge einer Disziplin, die eher in den mit den Modernisten sympathisierenden Fächern wie Industriedesign und Architektur liegen.

Als theoretische wie inspirierende Hilfe für Studenten des Industrie- und Graphikdesigns tendierte die Designgeschichte, wie sie ursprünglich in Colleges für Kunst und Design unterrichtet wurde, dazu, der Produktion im Bereich der professionellen männlichen Sphäre den Vorrang einzuräumen.

Die relativ späte Einrichtung von Studiengängen für Modedesign an den britischen Art Colleges und Polytechnics der er Jahre unterstützte zudem eine Untergliederung der kontextuellen und historischen Studien in Kleidung und Textil, was möglicherweise diesen nur halb integrierten Status der Mode im Kanon der Designgeschichte beeinflusst hat.

Bezeichnenderweise liegt die Geschichte der Cultural Studies eher in einer literarischen als in einer visuellen Tradition. Während sich viele dieser Arbeiten bis hinein in die Ausbildung von Modestudenten mit vorrangig zeitgenössischen Interessen durchsetzten, bleiben weiterführende historische Aspekte innerhalb dieser Untersuchungen meist unbeachtet.

Dies hat mich zu einem eigenen Beitrag in Form eines Buches veranlasst, in dem die Modegeschichte im Kontext der gegenwärtigen historiographischen Debatte dargestellt wird. Die gewissenhafte Kombination der Methoden versprach einen flexiblen Rahmen für eine Untersuchung, in der die Mode zu ihrem eigenen Recht kommen sollte.

In einem Aufsatz, erschienen in Lynn Hunts Sammlung neuerer historischer Schriften, 6 skizziert Roger Chartier dieses Problem in einer Diskussion über die Konzepte populärer und hoher Kultur, einem Feld das für die Geschichte modischer Kleidung und die Dynamik der Cultural Studies besonders relevant ist: Als erstes scheint es nicht länger haltbar zu versuchen, strikte Übereinstimmungen zwischen kulturellen Spaltungen und sozialen Hierarchien zu ziehen, die vereinfachte Verbindungen zwischen bestimmten kulturellen Objekten oder Formen und spezifischen sozialen Gruppen herstellen.

Es ist im Gegenteil notwendig, die flexible Zirkulation gemeinsam ausgeübter Praktiken anzuerkennen, die soziale Grenzen überschreiten. Zweitens erscheint es nicht möglich, eine absolute Andersartigkeit oder radikale Spezifik populärer Kultur auf Basis der ihr eigenen Texte, Vorstellungen oder Codes zu bestimmen.

Die Materialien, durch die sich Praktiken und Gedanken gewöhnlicher Leute vermitteln, sind immer gemischt, sie bündeln Formen und Themen, Erfindungen und Traditionen, literarische Kultur und Folklore. Letztendlich hat der makroskopische Gegensatz zwischen populärer und hoher Kultur seine Relevanz verloren.

Eine Inventarisierung der vielen Bestandteile, in die sich der soziale Körper aufsplittert, ist einer solch groben Unterteilung vorzuziehen. Die Mode verlangt daher eine Analysemethode, die den vielen Bedeutungen und Interpretationen Rechnung trägt. Stark vereinfachend hergestellte Zusammenhänge zwischen sozialen Die Historiker Melling und Barry haben ein Modell präsentiert, das die Differenzen und Spannungen zwischen den neuen kulturwissenschaftlichen Ansätzen anerkennt, und schlagen eine positivere Nutzung durch die Kombination der unterschiedlichen Richtungen vor: Es wäre irreführend, all diese Veränderungen darzustellen, als würden sie sich in Harmonie und in einer einzigen intellektuellen Richtung bewegen.

So existiert zum Beispiel eine klare Spannung zwischen der Betonung, die manche, vor allem Literaturwissenschaftler, auf die autonome Macht von Text und Sprache setzen, verglichen mit dem Interesse anderer an der Aufdeckung der Intentionen historischer Akteure. Grob gefasst versuchen erstere die Identität und Rationalität der historischen Akteure zu dekonstruieren, während letztere versuchen sie zu rekonstruieren. Sollte Kultur als gegebenes System oder als Struktur begriffen werden, in der das Handeln vergangener Akteure vorbestimmt ist?



Österreichische Politiker mit einem Begriff zu umschreiben, der eigentlich aus dem Jahrhundert Kastiliens stammt, als Mitglieder des höchsten Adels in höchsten Funktionen, von Steuerzahlungen befreit und vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt, als 'Granden' bezeichnet wurden.

Und diese dann in Verbindung mit einem ur-österreichischen Begriff, nämlich Grant, zu bringen. So unernst diese Kombination auf den ersten Blick erscheint, so berechtigt ist sie auf den zweiten, allerdings nicht wegen der Steuerbefreiung und dem Verfolgungsschutz, was sich vielleicht einige gerade in Zeiten der Aufklärung von Korruptionsfällen wünschen würden.

Grant ist eine 'durch einen enttäuschenden Vorfall hervorgerufene ärgerliche Stimmung', so eine der verfügbaren Definitionen. So gesehen ist der Erkundungsstreifzug, den die Studierende des Studiengangs Journalismus der FHWien in diesem Band durch verschiedene Gespräche auf der Suche nach Bestätigung, Widerlegung und Ursache unternommen haben, durchaus passend und gerade jetzt berechtigt. Published by Aufbau Verlag Berlin und Weimar.

Aufbau Verlag Berlin und Weimar. Der Mensch, so die Annahme, hat damit zu kämpfen, dass seine Natur in vielerlei Hinsicht die eines offenen, entwicklungsfähigen, aber auch bedrohten Wesens ist. So fehlen ihm beispielsweise die Instinkte und Verteidigungsmechanismen des Tieres. Er ist der Prothesengott , der mit technischen und anderen Hilfsmitteln seine ursprüngliche Verletzbarkeit kompensieren muss. Seine ganze Kultur lässt sich als eine solche Kompensationsleistung begreifen und wir verstehen auch seine positiven Möglichkeiten besser, wenn wir die Schwächen analysieren, die ihn begleiten.

Wie weit trägt diese Theorie und was sagen in der Gegenwart Philosophen, Theologen und Naturwissenschaftler dazu? Das wird in diesem Sammelband lebendig und auf hohem Niveau von einschlägigen Fachleuten diskutiert. Hardback gr xx26 mm pp. Hardback gr xx23 mm pp.

Hirmer Von der Berliner Secession zur Novembergruppe. Die schnelle Abfolge künstlerischer Umwälzungen im Zeitraum von bis in der Hauptstadt zeichnet dieser Band in all seinen Facetten nach.

Dabei entsteht erstmals in Zusammenschau ein dichtes Kunstpanorama mit Werken von über berühmten oder neu zu entdeckenden Berliner Künstlern.

Gerade die Kunst in Berlin spiegelt wie kaum sonst eine diese Veränderungen wider. Folgende Künstler sind in der Publikation vertreten: Hardback gr xx29 mm pp. Antiquariat Hans Höchtberger München, Germany. Über die Romane von J. Raddatz Die Söhne der Engel. I , Golo Mann Wallenstein. Kompletter Jahrgang mit Orig. Diese Liste enthält den Ewigen Medaillenspiegel aller Paralympischen. Published by Wallstein Verlag Gmbh Mai Wallstein Verlag Gmbh Mai , Auer-System-Verlag Carl - Mrz , Neuware - Viele Unternehmen und Organisationen bewegen sich heute in einem Umfeld, das zu komplex ist, um ihm vollständig gerecht werden zu können.

Beratung im Dritten Modus ist eine Beschreibungshilfe, eine Hintergrundlandkarte, die es der Organisation selbst wie auch Beratern ermöglicht, ihre aktuellen Fragestellungen auf eine handhabbare Art und Weise zu erfassen, zu adressieren und letztlich zu beantworten. Hier werden die Stärken der Beratung im Dritten Modus deutlich: Published by Leipzig, J. Galerie für gegenständliche Kunst Kirchheim unter Teck, Germany. Zum Vierjahresplan der Reichsregierung, von Prof. Thalheim, mit Foto "Hilfe für den deutschen Bauern.

Havel" - "Deutsche, kauft deutsche Waren! Doppelseitige Fotostrecke mit Bildern wie: Versand an Institutionen auch gegen Rechnung Sprache: Deutsch Gewicht in Gra. Mit Beiträgen von Otmar Issing: Regeln versus Diskretion in der Geldpolitik; Gebhard Kirchgässner: Stabiles oder neutrales Geld: Solide öffentliche Finanzen - auch zugunsten der Geldpolitik; Rudolf Richter: Politische Union als Voraussetzung einer Währungsunion?

Erfahrungen und Eignung für eine europäische Geldpolitik; Claus Köhler: Monetary and credit policy with globalised monetary markets; Stephen F. Eine kritische Würdigung gängiger Geldangebotsmultiplikatoren und Ansatzpunkte für eine Neuformulierung; Helmut Hesse und Bernd Braasch "Standing facilities" - als geldpolitisches Instrument einer europäischen Notenbank verzichtbar?

Finanzmarktstrukturen, Zahlungsverkehrssysteme und Geldpolitik: Item added to your basket View basket. Order Total 1 Item Items: Search Within These Results: Biographisches Lexikon für Mecklenburg. Historische Kommission für Mecklenburg.

Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Mecklenburg. Add to Basket Price: Lörrach, Germany Seller Rating: Jahrgang , 4 Hefte. Bergisch Gladbach, Germany Seller Rating: Deutsche Schriftsteller und ihr Staat von bis heute. Gefährdet Abkehr von der Politik unsere Demokratie? Monatsschrift für Literatur und Kritik, hrsg. Der Mensch - ein Mängelwesen?

Der Mensch - ein Abbild Gottes? Vier Hefte in 1 Band. Illustrirte Zeitung Leipzig Nr. Juni Weber, J. Neuere Entwicklungen in der Geldtheorie und Geldpolitik. Implikationen für die Europäische Währungsunion. Festschrift für Norbert Kloten. Der Titel des folgenden Kapitels Diskurse der Mode bezeichnet die theoretische Annäherung an Mode unter verschiedenen fachwissenschaftlichen Aspekten. Sylvia Bovenschen hat mit ihrer Zusammenstellung von klassischen kulturphilosophischen, kultursoziologischen sowie kulturpsychologischen und kulturgeschichtlichen Traktaten zur Mode einsichtig gemacht, dass man heute berechtigt von Diskursen der Mode sprechen kann.

Um Diskurse handelt es sich insofern, als dass die von ihr versammelten Abhandlungen erstens die, die Mode als treibenden Motor im kulturellen Prozess betrachten, und zweitens die Traktate mit all ihren Verschiedenheiten im Ansatz durch wiederkehrende Topoi, gegenseitige Verweise, Argumentationsverflechtungen und klar erkennbare Positionierungen ein gemeinsames Diskursfeld herausbilden. Neue Überlegungen zum Wesen der Mode positionieren sich daher in der Regel in Bezug zu den klassischen Theoretikern oder setzen ihre Überlegungen fort.

Es lässt sich durchaus ein allgemeiner Paradigmenwechsel konstatieren. Durchgängig blieb seitdem das Paradigma des Geschlechtes erhalten. Es sei diese besondere Kraft, die den Prozess der Mode an- und vorantreibt und sie damit zur Permanenz ihrer Flüchtigkeit und Vergänglichkeit anstachelt.

Darauf gründet sich für sie die innere Beziehung zwischen Mode und Modernität. Dagegen betonen sie die Beziehung des Einzelnen zum Ganzen, die durch das Prinzip der Montage als operatives Mittel realisiert wird. Jennifer Craik diskutiert in ihrem Beitrag die These, dass Kleidung als eine zentrale Körpertechnologie zu verstehen sei.

Kleidung stellt für sie eine Erweiterung des Körpers und seines Habitus dar und verschmilzt zu einer weiteren Körpertechnik, die vor allem auf die Konstruktion von Geschlechter Identität und die individuelle Differenzierung abzielt.

Elke Gaugele wiederum fokussiert in ihrer Darlegung den Beitrag der westlichen Mode zur Konstruktion von Geschlechteridentitäten und -bildern. Sie analysiert die Subtilität der Geschlechterkonstruktionen und ihrer Dekonstruktion in der Mode.

Sie warnt jedoch davor, diese vorschnell als emanzipatorischen Prozess zu deuten. Im Gegenteil, Dekonstruktion von Weiblichkeit verhindern nicht unbedingt neue ideologische Konstruktionen.

Ihre These in Anlehnung an Barbara Mit dem Begriff Textilkulturen werden in diesem Kapitel kulturell unterschiedliche, zeiträumliche Kontexte umschrieben, in denen das Textile jeweils eine leitende kulturelle Dimension behauptet. Kontext des ersten Beitrages von Daniela Biermann bilden die textilen Grabungsfunde der frühen v. An ihnen erläutert sie beispielhaft die methodischen Schritte der archäologischen Spurensicherung anhand von textilen Originalobjekten und ihre kulturelle Einordnung.

Archäologische Textilien sind von besonderem wissenschaftlichen Interesse, weil sie als organische Stoffe schnell und leicht dem Verfall preisgegeben werden und von daher seltener sind. Zugleich geben sie umfassend Auskunft sowohl über kulturelle Praktiken als auch über technische Verfahren. Nur in Verbindung mit einer genauen technologischen Analyse der Funde und der Kombination mit anderen Grabungsfunden lassen sich genauere Schlüsse über die Kultur ziehen.

Für die Archäologie bieten daher Originalobjekte den wesentlichen Zugang für die wissenschaftliche Erforschung einer längst vergangenen Kultur und rücken die Bedeutung des konkreten materiellen Artefaktes in ein neues Licht.

In einem geographisch nicht allzu fern liegenden kulturellen Kontext nimmt Birgitta Huse die gegenwärtige indianische Textilkultur im Hochland von Chiapas in Mexiko in ihren Blick. Ihre auf eigenen Feldforschungen beruhende Darstellung analysiert den Wandel der traditionellen textilen Produktion und des textilen Konsums der Indianerkulturen unter dem Einfluss des wachsenden Tourismus.

Die Fähigkeit der Indianerfrauen, sich den neuen Bedingungen des Tourismusmarktes anzupassen, führt zu einer stärkeren beruflichen Differenzierung im textilen Produktionsbereich und zugleich zu einem crosscultural Konsum, in dem traditionelle Textilien mit moderner westlicher Kleidung kombinierbar gemacht werden. Diese Entwicklung widerspricht dem gerne gepflegten idealisierten Bild einer traditionellen Maya-Kultur, das von Museen und Tourismusbranche immer wieder aufgerufen wird.

Gerade in Textilkulturen verschafft sich der kulturelle Wandel am frühesten und eindrucksvollsten Geltung. Inwieweit spielt dieses kulturelle Kapital bei der Identitätssuche der westafrikanischen Migranten eine Rolle? Vera Bendt macht den Vorschlag, dies über den methodischen Brückenschlag zwischen der Analyse der in europäischen Museen gelagerten Textilsammlungen zu Westafrika einerseits und über Feldforschung bei Migranten andererseits zu beantworten.

Sie konturiert dadurch einen Forschungsweg, der sich abhebt von der gängigen Modeforschung. Diese interpretiert in der Regel den Stil, die Modekreateure und ihre Modelle, aber nimmt selten die Perspektive der einzelnen Modekonsumenten in all ihren Facetten ins Visier.

Karin Mann veranschaulicht am Beispiel von Modefotos aus der Zeitschrift Vogue zum einen die methodische Herangehensweise einer vestimentären Ikonographie und zum anderen weist sie nach, wie selbst die sich dekonstruktivistisch und modernistisch gebärdende Modefotografie erneut zur Retraditionalisierung von herkömmlichen Geschlechterbildern beiträgt.

So kommen visuelle Modebotschaften zustande, die wiederum auf die getragene Mode und ihre Wahrnehmung einwirken. Kleidung, richtiger die Mode, ist, so zeigen beide Beiträge, von Beginn an ein medialer Gegenstand und geradezu für die Medialisierung prädestiniert. Kerstin Kraft richtet in dem letzten Beitrag des Bandes den Blick auf ein bislang wenig beachtetes ästhetisches Detail der Bekleidung, nämlich die Bedeutung des Musters für die Strukturierung der Wahrnehmung.

Sie untersucht das Muster unter zwei Aspekten: Jahrhundert hat der Zuschnitt die Oberhand gewonnen, das Muster hat sich dem unterzuordnen. Durch dieses Dominanzverhältnis verlagert sich unsere Wahrnehmung von Kleidung entsprechend auf die Formen und die Konstruktion.

Anmerkungen 1 Jacob Tanner: Historische Anthropologie zur Einführung. Hamburg , S Namen und was sie bedeuten. Zur Namensdebatte im Fach Volkskunde.

Beiträge zur Volkskunde in Niedersachsen. Göttingen Pierre Bonte und Michel Izard: Dictionnaire de l ethnologie et de l anthropolopgie. Pour une anthropologie des mondes modernes. Paris , S Nilüfer Göle: University of Michigan , S. Meral Akkent und Gaby Franger: Ein Stückchen Stoff in Geschichte und Gegenwart. Frankfurt am Main ; Heide Oestreich: Das Abendland und ein Quadratmeter Islam. Frankfurt am Main Tanner: Historische Anthropologie, S Vgl. Frankfurt am Main , S.

S Aus der Fülle der mittlerweile enorm angewachsenen Literatur aus der Sicht der empirischen Kulturforschung: Studien zur historischen Sachkultur eines schwäbischen Dorfes. Geschlecht und Materielle Kultur. The Sex of Things. Gender and Consumption in Historical Perspective.

Symbole und Instrumente der Identitätsbildung. Frankfurt am Main Vgl. Material Culture and Mass Consumption.

Oxford, New York Aus soziologischer Sicht: La construction du social par les objets. Paris Für eine aktuelle Übersicht über die materielle Kultur als Forschungsgegenstand vgl. Auf dem Rücken der Dinge. Materielle Kultur und Kulturwissenschaft. Themen und Theorien der volkskundlichen Kulturwissenschaft. Paris , S Zur Etymologie vgl. Reclams Mode- und Kostümlexikon. Zum Phänomen der Bekleidung in der Architektur.

Wien, Köln, Weimar , S Vgl. Hochzeitskleidung Biographie, Körper und Geschlecht. Kleidung als Medium der Geschlechterkonstruktion. Die Ordnung der Kleider. Eine Kultur des Ansehens. Kleidung und Kleiderfarben in Laichingen In: La culture des apparences. Paris Daniel Roches Untersuchung kann insofern als Pionierstudie gelten, als dass er die textile Konsumption ins Zentrum rückt. Diskussion und Materialien wie z. Terminologie und Typologie mittelalterlicher Sachgüter: Zeitschrift der Gesellschaft für Historische Waffen- und Kostümkunde.

Die Zeit der Staufer. Stuttgart , S Vgl. Kleidung und Mode in der höfischen Epik des Kritische Bemerkungen zur Kostümliteratur. Das Beispiel der Kleidung. Wien , S Eine ausführliche wissenschaftliche Untersuchung der deutschen Kostümgeschichten des Bisher dazu Odile Blanc: Pour une histoire du Costume. Paris , S ; Daniel Roche: L effet Quicherat et ses ruptures. Paris , S Vgl. Paris Konsequent im lexikalischen Sinne z. Funktionen, Kontexte und Rezeption eines repräsentativen Mediums.

Populärphilosophische Schriften über literarische, ästhetische und gesellschaftliche Gegenstände. Band 1, Stuttgart , S Vgl. Einführung in die Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie. Berlin , S Cornelius Castoriadis: Gesellschaft als imaginäre Institution. La production de l espace. Fashioning a Cultural Approach to Dress. The World in Dress: Anthropological Perspectives on Clothing, Fashion, and Culture. From political economy to the theaters of consumption.

London, New York Daniel Miller: A Review of New Studies. Menschheit auf dem Laufsteg. Die Mode im Zivilisationsprozess. Die Lagen des Stoffs auf dem Körper. Science and Modern World. Cambridge , S Für Whitehead konstituiert die Situation in der realen Welt das Zentrum seiner Theorie der Erfahrung, aus der heraus er seine Bedeutungstheorie entwickelt.

Einführung in die Medienkunde. Das textile Medium als Grenze. Gabriele Mentges und Heide Nixdorff: Dortmunder Reihe zu kulturanthropologischen Studien des Textilen. Dortmund, Berlin , S Ann Hollander: Berkeley, Los Angeles , S. Les carrefours du labyrinthe 5. Fragments of a Fashionable Discourse. Shari Benstock und Suzanne Ferris Hg. Kritik der visuellen Kultur.

Berlin , S , S Silverman: Renaissance Clothing and the Materials of Memory. Cambrigdes , S Roland Barthes: Dies hat Barthes allerdings nicht daran gehindert, Mode hauptsächlich auf der symbolischen Ebene zu analysieren.

Die Zukunft des Körpers I. Die Lagen des Stoffs, S , insbes. Zitiert nach Daniel Devoucoux. Der Kampf um die Hose. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Sociological Theory and Modern Society. Opladen ; Martina Löw: Fashion, Gender and Modernity. Oxford , S ; vgl. The Fashion of Architecture. Oxford, New York Brunhilde Wehinger: München ; Gabriele Mentges: Barbara Barman und Carole Turbin Hg.

Dress and Gender in a Historical Perspective. Trachtenbücher und Trachtenhandschriften des Waffen- und Kostümkunde, , H. The City and the Spaces of Fashion Culture.

Berlin , S , hier S Vgl. Weiner und Jane Schneider Hg. Cloth and Human Experience. Die Verbindlichkeit des Vorübergehenden. Angela Borchert und Ralf Dressel Hg. Das Journal des Luxus und der Moden: Kultur um Heidelberg , S , hier S Vgl. Materielle Kultur und Geschlecht. Frankfurt am Main , S Andrea Steinert: Die Erfahrung textiler Materialität im Kontext der 20er und 50er Jahre. Gabriele Mentges und Heide Nixdorff Hg. Berlin , S , hier S Ernst Gombrich: Zur Psychologie der bildlichen Darstellung.

Stuttgart, Zürich , insbes. Hamburg ; Christoph Wulf: Weinheim, Basel , S , insbes. Mittenwald Ausführlich zu Sempers Beziehung zum Textilen vgl.

Haus-Kleider, S Olaf Eigenbrodt: Mythopoetische Gewebe, poststrukturalistische Literaturtheorie und Hypertext. Der Schleier des Timanthes. Frankfurt am Main , S Zur genauen Definition vgl. Ulrich Kern; Bärbel Häcker: Bionik Natur als Vorbild.

Zukunfts-Technik lernt von der Natur. Bionik, S Ezio Manzini: The Material of Invention. Manzini spricht hier allerdings nicht nur von textilen Stoffen. Vers Vers Band I. Fashion, Culture and Identity. Chicago, London Siehe ausführlich dazu ihren Band: The Face of Fashion. London, New York , 2. Frankfurt am Main Assmann, Aleida: Namen und was sie bedeuten. Göttingen Berger, Peter und Thomas Luckmann: Frankfurt am Main Blanc, Odile: Frankfurt am Main Böth, Gitta: Frankfurt am Main Craik, Jennifer: Auflage Paris Davis, Fred: Chicago, London Delort, Robert: Mentges, Gabriele und Heide Nixdorff Hg.

Berlin , S Ellwanger, Karen: Bekleidung im Modernisierungsprozess Dortmund. London, New York Gaugele, Elke: Köln, Weimar, Wien Gilmore, David: University of Michigan Gombrich, Ernst: Frankfurt am Main Hager, Helga: Berlin , S Hauser, Andrea: Stuttgart Kern, Ulrich und Bärbel Häcker: Zukunfts- Technik lernt von der Natur.

Landesmuseum für Technik und Arbeit. Frankfurt am Main Kraft, Kerstin: Frankfurt am Main Loschek, Ingrid: Oxford , S Medick, Hans: Münster , S Mentges, Gabriele: Barman, Barbara und Carole Turbin Hg. Borchert, Angela und Ralf Dressel Hg. Kultur um Heidelberg , S Mentges, Gabriele: London, New York Miller, Daniel: Frankfurt am Main Parsons, Talcott: Paris , S Quinn, Bradley: Oxford, New York Roche, Daniel: Paris , S Sauerländer, Willibald: Stuttgart , S Semper, Gottfried: Hans und Manfred Semper.

Berlin , S Silverman, Kaja: Benstock, Shari und Suzanne Ferris Hg. Berlin , S Sturm, Gabriele: Wien , S Wehinger, Brunhilde: Stuttgart, Weimar , S Wehinger, Brunhilde: München Weiner, Annette B. Washington, London Whitehead, Alfred North: Weinheim, Basel Zander-Seidel, Jutta: Kleidung und Haushaltstextilien in Nürnberg von München. Das sorgfältige Datieren überlieferter Kleidungsstücke und ihrer Darstellungen in Gemälden galt als nützliches Hilfsmittel für den Prozess der Authentifizierung und für die Ausbildung eines allgemeinen Spezialwissens.

Die damals übliche Modebeschreibung war noch weitestgehend von einer Schwerpunktsetzung auf die Herstellung linearer Chronologien und Stilentwicklungen beeinflusst, wie sie in jener Zeit von der Kunstgeschichte diktiert wurde. Erst mit der selbstbewussten Etablierung eines neuen kunstgeschichtlichen Denkens New Art History in den späten er Jahre wurden verschiedene Ansätze übernommen, die sozialen und politischen Zusammenhängen gegenüber den herkömmlichen Fragen nach Autorschaft, Bewertung, Kennerschaft und Authentizität den Vorrang einräumten.

Zweifellos forderten die durch diesen Wandel ausgelösten Debatten jene Positionen heraus, die eine fundiertere Auseinandersetzung mit der Mode überhaupt erst begründet hatten. Dabei handelt es sich um Themen, die im Kern jeder Definition von Mode zugrunde liegen, wenngleich sich einwenden lässt, dass sich die Konzentration von dem Artefakt weg zu der Betonung seiner sozialen Bedeutung verschoben hat. In ihrer Definition einer stärker kulturwissenschaftlich orientierten Richtung neuer kunstgeschichtlicher Ansätze konstatieren sie: Wenn ein Aufsatz eher die Repräsentation von Frauen als die Qualität des Pinselstrichs analysiert oder ein Ausstellungsvortrag den Schimmer des Kleides der Jungfrau Maria ignoriert und sich stattdessen mit dem kirchlichen Gebrauch religiöser Kunst in der Gegenreformation beschäftigt, dann wirft die Neue Kunstgeschichte ihren Schatten voraus.

Möglicherweise hat es hier die im Vergleich zur Kunstgeschichte relativ junge Disziplin der Designgeschichte eher geschafft, die Komplexität sozialer Fragen, wirtschaftlicher Bedeutungen und kultureller Probleme, die Objekte prägen und durch die diese wiederum selbst geprägt sind, auf eine weniger beengte und selbstbewusste Weise aufzunehmen.

Die Fokussierung der Verbindung zwischen Produktion, Konsumption und Design-Artefakt, die schon immer zentral in der Definition des Faches verankert war, verlangt nach einer Erforschung des kulturellen Kontexts und eignet sich daher gut für die Erforschung historischer und zeitgenössischer Kleidung. Wie die Designhistorikerin Josephine Miller feststellt, ist dies ein facettenreicher Gegenstand und in gewisser Hinsicht verbunden mit nahezu allen Bereichen des Designs und mit vielen Aspekten der Kunst.

Er muss genau innerhalb eines kulturellen Kontexts positioniert werden, vor einem Hintergrund von technologischem und industriellen Wandel, literarischen und ästhetischen Ideen. In der postindustriellen Zeit haben zudem Marketing und Einzelhandel, zusammen mit Entwicklungen in Werbung und Verlagswesen, einen ganzen Satz neuer, weiterer Fragen aufgeworfen.

Darüber hinaus kann ein Studium der Bekleidung und ihrer Produktion nicht von der Geschichte der Frauen getrennt werden. In jedem Fall verdeutlicht sich darin das Potential, das die Kleidung für einen designgeschichtlichen und kulturhistorischen Ansatz birgt.

Vielleicht zeigen sich darin die Ursprünge einer Disziplin, die eher in den mit den Modernisten sympathisierenden Fächern wie Industriedesign und Architektur liegen.

Als theoretische wie inspirierende Hilfe für Studenten des Industrie- und Graphikdesigns tendierte die Designgeschichte, wie sie ursprünglich in Colleges für Kunst und Design unterrichtet wurde, dazu, der Produktion im Bereich der professionellen männlichen Sphäre den Vorrang einzuräumen.

Die relativ späte Einrichtung von Studiengängen für Modedesign an den britischen Art Colleges und Polytechnics der er Jahre unterstützte zudem eine Untergliederung der kontextuellen und historischen Studien in Kleidung und Textil, was möglicherweise diesen nur halb integrierten Status der Mode im Kanon der Designgeschichte beeinflusst hat.

Bezeichnenderweise liegt die Geschichte der Cultural Studies eher in einer literarischen als in einer visuellen Tradition.

Während sich viele dieser Arbeiten bis hinein in die Ausbildung von Modestudenten mit vorrangig zeitgenössischen Interessen durchsetzten, bleiben weiterführende historische Aspekte innerhalb dieser Untersuchungen meist unbeachtet.

Dies hat mich zu einem eigenen Beitrag in Form eines Buches veranlasst, in dem die Modegeschichte im Kontext der gegenwärtigen historiographischen Debatte dargestellt wird. Die gewissenhafte Kombination der Methoden versprach einen flexiblen Rahmen für eine Untersuchung, in der die Mode zu ihrem eigenen Recht kommen sollte. In einem Aufsatz, erschienen in Lynn Hunts Sammlung neuerer historischer Schriften, 6 skizziert Roger Chartier dieses Problem in einer Diskussion über die Konzepte populärer und hoher Kultur, einem Feld das für die Geschichte modischer Kleidung und die Dynamik der Cultural Studies besonders relevant ist: Als erstes scheint es nicht länger haltbar zu versuchen, strikte Übereinstimmungen zwischen kulturellen Spaltungen und sozialen Hierarchien zu ziehen, die vereinfachte Verbindungen zwischen bestimmten kulturellen Objekten oder Formen und spezifischen sozialen Gruppen herstellen.

Es ist im Gegenteil notwendig, die flexible Zirkulation gemeinsam ausgeübter Praktiken anzuerkennen, die soziale Grenzen überschreiten. Zweitens erscheint es nicht möglich, eine absolute Andersartigkeit oder radikale Spezifik populärer Kultur auf Basis der ihr eigenen Texte, Vorstellungen oder Codes zu bestimmen.

Die Materialien, durch die sich Praktiken und Gedanken gewöhnlicher Leute vermitteln, sind immer gemischt, sie bündeln Formen und Themen, Erfindungen und Traditionen, literarische Kultur und Folklore. Letztendlich hat der makroskopische Gegensatz zwischen populärer und hoher Kultur seine Relevanz verloren. Eine Inventarisierung der vielen Bestandteile, in die sich der soziale Körper aufsplittert, ist einer solch groben Unterteilung vorzuziehen.

Die Mode verlangt daher eine Analysemethode, die den vielen Bedeutungen und Interpretationen Rechnung trägt. Stark vereinfachend hergestellte Zusammenhänge zwischen sozialen Die Historiker Melling und Barry haben ein Modell präsentiert, das die Differenzen und Spannungen zwischen den neuen kulturwissenschaftlichen Ansätzen anerkennt, und schlagen eine positivere Nutzung durch die Kombination der unterschiedlichen Richtungen vor: Es wäre irreführend, all diese Veränderungen darzustellen, als würden sie sich in Harmonie und in einer einzigen intellektuellen Richtung bewegen.

So existiert zum Beispiel eine klare Spannung zwischen der Betonung, die manche, vor allem Literaturwissenschaftler, auf die autonome Macht von Text und Sprache setzen, verglichen mit dem Interesse anderer an der Aufdeckung der Intentionen historischer Akteure.

Grob gefasst versuchen erstere die Identität und Rationalität der historischen Akteure zu dekonstruieren, während letztere versuchen sie zu rekonstruieren. Sollte Kultur als gegebenes System oder als Struktur begriffen werden, in der das Handeln vergangener Akteure vorbestimmt ist? Oder räumt die Betonung auf Kultur der menschlichen Kreativität, der selbstbewussten Handlung, höhere Priorität ein, durch die ein Individuum oder die Gesellschaft ihre Bedingungen ändern können? Es wäre Ironie, wenn sich diese falsche Dichotomie so einfach festsetzen würde, denn die Idee der Kultur kam ja gerade in vielerlei Hinsicht deshalb auf, um die Wahl zwischen Struktur und Handlung zu vermeiden, aber die Gefahr bleibt, wenn auch verdeckt, durch die inhärente Ambiguität von Kultur als einer Erklärung.

Es gehören dazu alle charakteristischen Betätigungen und Interessen eines Volkes: Vierzig bis fünfzig Jahre später besitzen beide Lesarten englischer Kultur einen nostalgischen Anstrich und sind von den subjektiven Positionen ihrer Erzähler geprägt. Allerdings übernahm Williams zusammen mit Richard Hoggart 11 die Vorstellung, dass Kultur ein umkämpftes soziales Feld ist, in dem Produktion und Konsumption keine einfache Einheit bilden und die Aktivitäten, Bräuche und Philosophien der Arbeiterklasse mit denen des niederen Adels im Konflikt stehen oder sich von ihnen abheben.

Ihre Arbeit hat gezeigt, dass Kultur in ihrer Form und Wirkung sowohl politisch als auch ästhetisch ist. Aus beiden Positionen heraus entwickelte sich die Gründung einer modernen Schule der Cultural Studies, die darauf abzielte, die Zirkulationen solcher Konstrukte und ihre soziale Macht zu untersuchen.

Graham Turners Veröffentlichung Introduction to British Cultural Studies enthält einen mehr als adäquaten Überblick über die Historiographie samt ihrer jüngst entwickelten Methoden.

Diese lassen sich grob gliedern in die Kategorien: Textanalyse Semiotik, Film und Zeitschriften , Forschun- Im direkten Gegensatz zu den Methoden der traditionellen Kunstgeschichte, Designgeschichte und Literaturwissenschaft eröffnen die Cultural Studies einen Weg, Objekte als Systeme anstatt einfach als Produkte einer Autorschaft zu untersuchen.

Angelehnt an den europäischen Strukturalismus, insbesondere an die Arbeiten des Linguisten Ferdinand de Saussure, 13 ist die Sprachtheorie zum grundlegenden Konzept der Cultural Studies geworden, entweder als selbständiges oder als Muster für das Verständnis anderer kultureller Systeme. Die Kultur als der Ort, an dem dieser Sinn oder diese Bedeutung generiert und erlebt wird, wird zu dem bestimmenden, produktiven Feld, durch das soziale Realitäten konstruiert, erfahren und interpretiert werden.

Dies gestattet dem Forscher, die soziale Spezifik von Repräsentationen und ihrer Bedeutungen innerhalb verschiedener kultureller Praxen zu untersuchen: Für diese Methode zentral ist die Idee des Zeichens als einer verankernden Einheit der Kommunikation innerhalb eines Sprachsystems, die ein Wort, ein Bild, ein Geräusch, ein Kleidungsstück sein kann, das im Zusam- Die Bedeutung wird darüber hinaus durch den Prozess der Bezeichnung kommuniziert und durch die Unterteilung des Zeichens in seine konstituierenden Bestandteile: Jede Bedeutung, die durch das Zeichen generiert wird, entsteht aus dem Unterbewussten oder durch die automatische Beziehung dieser Teile, die meist arbiträr und kulturell bedingt und nicht vorgegeben oder feststehend sind.

Diese Bedeutungen wandeln sich im Laufe der Zeit und in unterschiedlichen Kontexten, so dass die Art und Weise dieses Wandels oder die dadurch erzeugte Beziehung für die Cultural Studies von zentraler Bedeutung wird, denn wie Turner bemerkt, sind es solche Phänomene, durch die es möglich ist, kulturellen Wandel zu verfolgen 16 ebenso wie kulturelle Werte und kulturelle Assoziationen.

Wann immer Kleidung in Porträts gelesen wird in Bezug auf ihre unmittelbaren Assoziationen, auf die symbolische Bedeutung der verschiedenen Textilien und Dekorationselemente, auf den Wert von Material und Herstellung, die zusammen einen Hinweis auf Status, Nationalität, Alter, Geschlecht oder Zeit ergeben , werden Repräsentationen als Text decodiert, werden sie nach ihren assoziativen Bedeutungen durchkämmt und kulturelle Systeme etabliert.

Allerdings wurde dieser Prozess selten in einem selbstreflexiven oder kritischen Licht wahrgenommen. Kultur wird oft als historisch gegeben, anstatt als konstruiertes System aufgefasst, in dem Porträts oder Kleidung eine konstitutive Rolle spielen.

Es ist Elizabeth Wilsons Verdienst, dieses Feld mit ihrer höchst einflussreichen Arbeit über die kulturelle Bedeutung und Geschichte der Mode eröffnet und befragt zu haben. Indem sie modische Kleidung mit anderen Alltags- oder Massenfreizeitbeschäftigungen verknüpft, hat sie die graphische und literarische Reproduktion der Kleidung als System der Massenkommunikation und Massenkonsumption wahrgenommen und damit auf die Möglichkeit hingewiesen, dass die traditionelle Bekleidungsgeschichte sich unnötigerweise abgemüht hat, Seit dem Ende des Mehr und mehr hat die Kundin mit der Ware auch ein Stück Image gekauft.

Wie die Werbung haben auch die Frauenzeitschriften von der Didaktik zur Sinnestäuschung übergewechselt. Ursprünglich war es ihre Aufgabe zu informieren, aber was wir heute in der Werbung und in populären Magazinen sehen, ist die Fata Morgana einer Sichtweise, und was wir tun, ist nicht mehr nur der einfache Vorgang einer direkten Nachahmung, sondern der weniger bewusste Vorgang einer Identifikation.

Es existiert eine wichtige Verbindung zwischen der Art, wie die Frau durch Kleidung und wie sie durch andere Systeme der Repräsentation dargestellt wird. Darüber hinaus könnte man sagen, dass zeitgenössische Feministinnen die Einschreibung der Frau in die Codierungen zeitgenössischer Repräsentation verstanden haben, da sie selbst nur zu gut wissen, wie es ist, im Sinne der Repräsentation ausgestattet zu werden.

Wir sind im Umgang mit Kleidern trainiert und sammeln früh Erfahrungen im präsentierenden Posieren, lernen, im Zeitalter der mechanischen Reproduktion, stets den Blick des Spiegels im eigenen Kopf zu tragen, so als ob wir jeden Moment fotografiert Und diesen Sinn hat die westliche Frau erlernt, nicht nur durch die konstante Überwachung ihres öffentlichen Selbst, sondern auch durch die Lektüre von Publicitybildern anderer Frauen, sowohl auf dem Bildschirm als auch auf den Seiten der Modemagazine.

Ein vergleichsweise puritanischer Ableger der frühen Cultural Studies spiegelte das Misstrauen gegenüber Modekonsum und Massenkonsum. Eine derartige Verdammung von Mode und Modegeschichte implizierte zugleich eine Ablehnung jener Frauen und Männer, die die Mode genossen, und ignorierte, was Jane Gaines die Stärke der Anziehung, den Reichtum der Phantasie und die Qualität der Kompensation 22 genannt hat, die das Konsumieren von Bild und Objekt gestattet.

Will man der neueren Kulturtheorie in Bezug auf die Instabilität des Zeichens bis zu seinen unlogischen Grenzen hin folgen, hat man jedoch bestimmte Probleme zu erwarten, mit denen sich sowohl die Cultural Studies als auch die Modegeschichte auseinandersetzen müssen. Die eher extreme Behauptung postmoderner Theorie die Idee, das Bild habe die Realität vollständig geschluckt verdeckt das Problem, das für den Vergleich zwischen Bild und Gesellschaft quasi endemisch ist.

Wenn das Bild nun dem Realen vorausgeht, es verschlingt und es als Vergleichspunkt obsolet macht, müssen wir dann überhaupt noch zeigen, wie ideologisch Repräsentationen sind? Wie lässt sich von daher überhaupt an Diskussionen über Ungleichheit, Macht und Manipulationen oder an die einfachen Handlungen von Konsumenten anknüpfen? Hier ermöglicht der poststrukturalistische Ansatz von Gaines und anderen sowie die weit gefächerten Interessenfelder der Cultural Studies durch Das konstruierte Bild kann einer weiteren Prüfung unterzogen, durch die Konstruktion verdeutlicht und der Prospekt des Jahrhunderts, das Modejournal des Jahrhunderts oder der Film des Jahrhunderts als Repräsentationssysteme offengelegt werden.

Auf diese Weise kann gezeigt werden, wie Mode und die mit ihr verbundene Werbung auf zeitgenössischen Ideologien basieren. Die verdeckten Probleme von Bild und Gesellschaft können damit wieder in die Diskussion zurückgeführt werden. Die Analyse der wachsenden Affinität zwischen Mode und textueller Analyse kann möglicherweise als der Hauptbeitrag der Cultural Studies zu der Disziplin der Bekleidungsgeschichte Dress History oder präziser den Bekleidungsstudien Dress Studies gelten.

Jahrhunderts und auf gegenwärtige Aspekte beschränkt bleibt. Die Cultural Studies sind eher zaghaft in die historische Diskussion über Kleidung eingedrungen, und dort, wo Beispiele für eine Annährung von Kleidung und Geschichte mit Theorie und Diskurs der Cultural Studies vorliegen, liegen die Texte an den interdisziplinären Grenzen und Peripherien von Sozial-, Literatur- und Kunstgeschichte.

Sie wurden von Autoren verfasst, die es oft für nötig befanden, ihre Distanz sowohl gegenüber den traditionellen Formen ihrer eigenen Disziplin als auch gegenüber Bekleidungshistorikern zu betonen.

Die Verbindung zwischen den Cultural Studies und der Geschichte war niemals direkt oder einfach, durch manche Überschneidungen haben sich jedoch interessante Studien zu historischen Bekleidungspraktiken ergeben. Auf Kosten kultureller Spezifik, empirisch-quantitativer Befunde und des historischen Wandels richten sie ihre Aufmerksamkeit auf jene bedeutungsstiftenden Formen und Strukturen. Kulturalisten, zu denen sich die Sozialhistoriker der Linken zählten, widerstanden diesem von ihnen als insgesamt deterministisch und generalisierend mit einem Wort ahistorisch zu bezeichnenden Trend.

Die beiden Positionen repräsentieren eher fälschliche polare Oppositionen im Sinne der Illustration. Neuere Arbeiten, die von einer breiteren Cultural Studies Perspektive ausgehen, verknüpfen produktiv Ideologie und Erfahrung mittels der Idee des Diskurses. Dies ist ein Begriff, der weitestgehend auf die Arbeit des französischen Theoretikers Michel Foucault zurückgeht. Abstrakte Debatten über Theorie und Methodologie wurden in den späten er Jahren von sich neu eröffnenden, bis dahin verborgenen Forschungsfeldern und von neuen Perspektiven auf alte politische Probleme abgelöst.

In der Sozialgeschichte versammelten sich jene, die gegenüber den Cultural Studies offen waren, um die Gründung des History Workshop Journal, mit dem Ziel, die Diskussion von Akademien weg hin zu dem Bereich der arbeitenden Leute zu verlagern. Sie konzentrierten sich auf Geschichten des Alltagslebens, insbesondere auf Subkulturen, indem sie deren Konstruktion und Beziehungen zur Hegemonialkultur, ihre Geschichten des Widerstands und der Vereinnahmung untersuchten.

Viele dieser Arbeiten analysierten bedeutungsgenerierende und am Vergnügen orientierte Rituale und Praktiken, eben jenes kulturelle Feld, das die Pioniere der Frankfurter Schule bis zu Hoggart abgelehnt hatten: Dick Hebdige s Studie zu diesem Phänomen 29 dürfte wohl den Grundstein für diverse Studien zu Mode und Jugend gelegt haben, die wiederum in die Bekleidungsgeschichte zurückwirkten.

Wenngleich die mit den New Times assoziierten Auffassungen komplex und in sich gekehrt waren, so eröffnete die Entwicklung einer neuen Politik der Identität und des Konsums echte Möglichkeiten, neue Ansätze und Auseinandersetzungen in Themenfeldern von Kleidung, Mode, Konsum und Geschlecht aufzuzeigen. Darum ist es schade, dass die Perspektive der Cultural Studies so oft aggressive und abwehrende Zensuren seitens der Bekleidungshistoriker erfährt sowie auf Seiten der Historiker allgemein.

Ohne Zweifel ist dieses Forschungsfeld durch Uneinigkeit gespalten und der Versuch, zu einem Konsens darüber zu gelangen, was die Erforschung der Kultur bedeute, kommt der Überquerung eines Minenfeldes gleich. Es ist ein interdisziplinäres Feld, auf dem bestimmte Fragen und Methoden zusammentreffen. Nützlich ist ein Zusammenschluss, weil er uns in die Lage versetzt, kulturelle Phänomene und soziale Beziehungen zu verstehen, die anderen Disziplinen nicht zugänglich waren, und dadurch unser Wissen über eine Objektkategorie wie die für soziokulturelle Prozesse zentrale Mode zu bereichern.

Es ist kein geeintes, sondern ein Feld der Auseinandersetzung, der Spaltung, aber auch der Zusammenführung. Darin liegt seine Stärke und sein Erfolg. Natürlich kann nicht eine einzelne Person Experte für alles sein, aber einen offenen [ Was ist dieses Buch? Am Ende der Konferenz machte der Sozialhistoriker John Styles einige vorausschauende Bemerkungen, indem er sagte, wir benötigen den Willen, andere Ansätze zu prüfen und zu reflektieren.

Wenn wir dies tun, wird es notwendig sein, sich daran zu erinnern, dass das Verständnis des Horizontes anderer Disziplinen Nichtsdestoweniger sind die Ergebnisse potentiell enorm. Ich bin mir bewusst, dass sich neben diesen Entwicklungen auch der Fokus verschoben hat.

Die Konzentration auf Identität und Konsumption, die zunächst meine Aufmerksamkeit auf sich zog, hat sich jetzt mit einem erneuten Fokus auf Fragen der Produktion, Handlung, Autorschaft und Vermittlung im Kontext globaler Netzwerke ausgeweitet. Aber das ist genau so, wie es sein sollte. Fashion History Studies and Research.

Rees und Frances Borzello: The New Art History. London , S Josephine Miller: The Study of Dress and Textiles. A Student s Handbook. London , S , hier S. The Culture of Fashion.

Manchester Lynn Hunt Hg. The New Cultural History. Los Angeles Roger Chartier: Exeter S Thomas Stearns Eliot: Beiträge zum Begriff der Kultur. München [], S Richard Hoggart: The Uses of Literacy.

Introduction to British Cultural Studies. London Ferdinand de Saussure: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Introduction, S Roland Barthes: Mode und Modernität aus dem Englischen von Renate Zeschitz. Hamburg , S Vgl. Jane Gaines und Charlotte Herzog Hg. Costume and the Female Body.

London ; Pam Cook: London ; Christine Gledhill: Home is Where the Heart is. Fabricating the Female Body. Theorie der feinen Leute. Köln ; Quentin Bell: London ; James Laver: Eine Geschichte der Mode. London Edward Palmer Thompson: Die Entstehung der englischen Arbeiterklasse. Berkeley ; Rachel Bowlby: London ; Valerie Steele: Oxford ; Philippe Perrot: Reflections on a Century of English Modernity.

London ; Elaine Abelson: When Ladies go a Thieving. Die Bedeutung von Stil. Stile und Moden der Subkultur. Reinbek , S Vgl. From Sidewalk to Catwalk. London ; Amy de la Haye und Cathie Dingwall: Surfers, Soulies, Skinheads and Skaters. London ; Juliet Ash und Elizabeth Wilson: New Times in Cultural Studies. Postmodernism and Popular Culture. London ; Frank Mort: Masculinities and Social Space. London ; Sean Nixon: Reflections on a Contested Terrain. Oxford Ash, Juliet und Elizabeth Wilson: Los Angeles , S Cook, Pam: London Eliot, Thomas Stearns: London Haye, Amy de la und Cathie Dingwall: Reinbek , S Hoggart, Richard: London Hunt, Lynn Hg.

Los Angeles Laver, James: London , S Mort, Frank: New York Polhemus, Ted: London Saussure, Ferdinand de: Aus dem Englischen von Renate Zeschitz. So wurde das Feld von dem britischen Historiker Nigel Harte noch beschrieben als: Die Arbeiten derjenigen Forscher, die sich mit der Bekleidungsgeschichte aus Perspektive der Kunstgeschichte oder der Geschichte der materiellen Kultur beschäftigen und die letzte Generation hat wichtige Entwicklungen dieser Ansätze zu verzeichnen wurden bislang nicht in die Wirtschaftsoder Sozialgeschichte integriert.

Einer der zentralen Gründe dafür ist, dass eine Vielzahl der ersten Bekleidungsforschungen von Museumsleuten stammen, deren Ausbildung in der Regel im Bereich der Kunstgeschichte lag.

Doch trotzdem bleibt es eine Tatsache, dass die Bekleidungsforschung noch immer belächelt oder wie sich an Hartes Kommentar zeigt von Assoziationen mit enthusiastischen Mädchen begleitet wird. Dass es bislang kaum formale Ausbildungswege im Bereich der Mode- oder Kostümgeschichte gibt, ist ein weiterer Grund für die Stellung der Bekleidungsforschung.

Wie Jacqueline Beaudoin-Ross und Pamela Blackstock es treffend auf den Punkt gebracht haben, ist die Beschäftigung mit Mode ein kontinuierlicher Kampf um Anerkennung als valid area of study. Dort, wo das Fach unterrichtet wird, ist es in die eher praktisch orientierten Designdisziplinen wie etwa Architektur, Graphikdesign oder Modedesign eingegliedert.

Als rein akademisches Ausbildungsprogramm findet sich das Fach nur selten. Und wenn doch, dann allenfalls als Wahlfach im Bereich der Kunstgeschichte. Die Situation für Graduierte ist nur marginal besser. Allerdings werden hier alle sechs Klassen von einem einzigen Ausbilder unterrichtet, was eine Einsicht in unterschiedliche Perspektiven auf das Feld deutlich einschränkt.

Der Unterrichtsplan sieht zwar ein Abschlussprojekt vor, aber keine formale schriftliche Abschlussarbeit. So kann hier in erster Linie eine Art Semesterabschluss terminal degree erworben werden, während in der Berufsrealität der Doktorgrad die Grundvoraussetzung sowohl für Positionen an Universitäten als auch für immer mehr Museen ist. Eine weitere Schwierigkeit besteht zudem darin, dass angesichts des Mangels an Studiengängen, die eine Grundausbildung sicherstellen, in den Graduiertenprogrammen die wesentliche Zeit damit verbracht wird, Grundkenntnisse wie etwa die Stilentwicklung zu vermitteln.

Viele dieser Ausbildungsprogramme haben interessante Die Einrichtung dieser Sammlungen geht auf das späte Jahrhundert zurück, als man davon ausging, dass die Lehre und Professionalisierung von Handarbeiten und häuslichen Fähigkeiten wie Nähen den Status einer Frau hebe. Allerdings fokussieren die dort angesiedelten Programme oft auf die Vermittlung quantitativ-wissenschaftlicher Methoden und Analysen, ohne dabei ein breiteres kulturelles Rahmenwerk einzubeziehen.

Die Problematik eines solchen Ansatzes liegt dann darin, dass die Ergebnisse nicht wirklich kontextualisiert werden, so dass man sich fragen muss, was mit diesen quantitativen Befunden eigentlich anzufangen ist; wie sie auf andere Forschungen zu beziehen sind und wie sie kritisch und kulturwissenschaftlich andere Artefakte und unser Verständnis von ihrem Nutzen, ihrer Funktion oder ihrer soziokulturellen Geschichte informieren können.

Im Vergleich zu Amerika sind die Studienmöglichkeiten in England im Fach Kostümgeschichte hingegen stärker formalisiert. Der wahrscheinlich bekannteste MA-Studiengang in History of Dress ist im Courtauld Institute an der Universität London angesiedelt und basiert auf einem klassisch kunstgeschichtlichen Modell. Diese begrenzten Studienmöglichkeiten in England sowie in Nordamerika sind einer der wesentlichen Gründe dafür, warum eine so vielseitige Fachdisziplin doch so wenig theoretische und formale Unterfütterung erfährt, ein Problem, das bereits Joanne Finkelstein in After a Fashion diskutiert hat.

Diese Situation ist nirgends auffälliger als in Untersuchungen, die sich mit der Moderne befassen, insbesondere wenn sich der Fokus auf Designer und Couturiers richtet.

Hier dominiert eine noch immer eher traditionelle Sicht auf den Modedesigner als Künstler. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Jahrhundert, im Rahmen des historischen, sozialen und wirtschaftlichen Kontexts untersucht. Auch ihre Arbeiten über die Pariser Couturiers des Jahrhunderts wie Doucet und Pingat haben, über das Bild von dem Couturier als Künstler hinaus, zu einem differenzierteren Verständnis dieser Personen beigetragen.

Caroline Evans und Minna Thornton zum Beispiel analysieren Mode nicht nur im Hinblick auf spezifisch politische, wirtschaftliche oder soziologische Aspekte, sondern vor allem als Diskurs, der innerhalb der Hierarchie der Kunstgeschichte kulturell marginalisiert wurde. Ihre Forschung ist nicht objekt-basiert, und so können sich in diesen Arbeiten in Bezug auf die reale Kleidung manchmal durchaus Pauschalisierungen oder sogar Fehleinschätzungen einschleichen.

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Kultkomponist Klaus Doldinger sorgt für gruselige Musikuntermalung. Hasse und Peer Schmidt. Published by Wieser Verlag Gmbh Nov Wieser Verlag Gmbh Nov , Neuware - Mit Beiträgen von: Published by Studienverlag Gmbh Jul Studienverlag Gmbh Jul , Neuware - Dieser zweisprachige Sammelband umfasst eine Auswahl von Beiträgen, die im Rahmen eines vom Herbert-Batliner-Europainstitut veranstalteten Symposiums an der Fachhochschule Salzburg vorgetragen wurden.

Darin spricht sich die Kommission für die Förderung der europäischen Einheit in der Vielfalt, des Respekts der kulturellen und sprachlichen Vielfalt und für die Förderung eines gemeinsamen kulturellen Erbes aus. Gleichzeitig ist der Trend zur Einheitssprache nicht von der Hand zu weisen. Alles Englisch oder doch zurück zur Regionalsprache, zum Dialekt Verhindern zu viele Sprachen eine verständliche Kommunikation auf europäischer Ebene Verbindet Sprache oder trennt sie Menschen Diese Fragen und weitere Themen werden von ausgewiesenen Experten aus ganz Europa erörtert.

Erstmals werden auch die europäischen Gebärdensprachen als lautlose Minderheitensprachen auf gleicher Ebene mit klassischen Regionalsprachen dargestellt. Neben sprachwissenschaftlichen und europapolitischen Aspekten ist ein Kapitel der Sprachkultur gewidmet, in dem u.

Published by München, Basel: Rheinberg-Buch Bergisch Gladbach, Germany. Bernard Lawrence Bernie Madoff Versandantiquariat Ottomar Köhler Hanau, Germany. Gebrauchsspuren siehe auch Bild. Die Lieferung erfolgt gegen Vorauskasse registrierter Paketversand. Alle Autoren leben nicht mehr, die meisten von ihnen schrieben ihre Beiträge vor dem Ersten Weltkriege, andere noch vor dem Zweiten Weltkriege.

Autoren und herangezogene schriftliche Quellen vermitteln Einblick und Zusammenhänge in Zeiten und Geschlechter, die das Vogtland kultiviert und zur Heimat an der Grenze nach Böhmen und Bayern gemacht haben. Eine Vielzahl kulturgeschichtlicher Informationen haben die Autoren aus der Kaiserzeit, also vor und aus der Zeit nach dem Ersten Weltkriege zusammengetragen.

Die Autoren in Klammer Jahreszahl der Erstveröffentlichung: Druck- und Verlagsgesellschaft Bietigheim. Copyright by Gottfried Heckel, Sachsenheim-Hohenhaslach. Stadtbrände Schreibweise von Auerbach i. Published by Berlin, Wagenbach. Versandantiquariat ad libitum Berlin, B, Germany. Published by Holzhausen Verlag Gmbh Mai Holzhausen Verlag Gmbh Mai , Neuware - Die Idee an sich war originell: Österreichische Politiker mit einem Begriff zu umschreiben, der eigentlich aus dem Jahrhundert Kastiliens stammt, als Mitglieder des höchsten Adels in höchsten Funktionen, von Steuerzahlungen befreit und vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt, als 'Granden' bezeichnet wurden.

Und diese dann in Verbindung mit einem ur-österreichischen Begriff, nämlich Grant, zu bringen. So unernst diese Kombination auf den ersten Blick erscheint, so berechtigt ist sie auf den zweiten, allerdings nicht wegen der Steuerbefreiung und dem Verfolgungsschutz, was sich vielleicht einige gerade in Zeiten der Aufklärung von Korruptionsfällen wünschen würden. Grant ist eine 'durch einen enttäuschenden Vorfall hervorgerufene ärgerliche Stimmung', so eine der verfügbaren Definitionen.

So gesehen ist der Erkundungsstreifzug, den die Studierende des Studiengangs Journalismus der FHWien in diesem Band durch verschiedene Gespräche auf der Suche nach Bestätigung, Widerlegung und Ursache unternommen haben, durchaus passend und gerade jetzt berechtigt.

Published by Aufbau Verlag Berlin und Weimar. Aufbau Verlag Berlin und Weimar. Der Mensch, so die Annahme, hat damit zu kämpfen, dass seine Natur in vielerlei Hinsicht die eines offenen, entwicklungsfähigen, aber auch bedrohten Wesens ist.

So fehlen ihm beispielsweise die Instinkte und Verteidigungsmechanismen des Tieres. Er ist der Prothesengott , der mit technischen und anderen Hilfsmitteln seine ursprüngliche Verletzbarkeit kompensieren muss. Seine ganze Kultur lässt sich als eine solche Kompensationsleistung begreifen und wir verstehen auch seine positiven Möglichkeiten besser, wenn wir die Schwächen analysieren, die ihn begleiten.

Wie weit trägt diese Theorie und was sagen in der Gegenwart Philosophen, Theologen und Naturwissenschaftler dazu? Das wird in diesem Sammelband lebendig und auf hohem Niveau von einschlägigen Fachleuten diskutiert. Hardback gr xx26 mm pp. Hardback gr xx23 mm pp. Hirmer Von der Berliner Secession zur Novembergruppe. Die schnelle Abfolge künstlerischer Umwälzungen im Zeitraum von bis in der Hauptstadt zeichnet dieser Band in all seinen Facetten nach.

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Beratung im Dritten Modus ist eine Beschreibungshilfe, eine Hintergrundlandkarte, die es der Organisation selbst wie auch Beratern ermöglicht, ihre aktuellen Fragestellungen auf eine handhabbare Art und Weise zu erfassen, zu adressieren und letztlich zu beantworten. Hier werden die Stärken der Beratung im Dritten Modus deutlich: Published by Leipzig, J. Galerie für gegenständliche Kunst Kirchheim unter Teck, Germany. Zum Vierjahresplan der Reichsregierung, von Prof.

Thalheim, mit Foto "Hilfe für den deutschen Bauern. Havel" - "Deutsche, kauft deutsche Waren! Doppelseitige Fotostrecke mit Bildern wie: Versand an Institutionen auch gegen Rechnung Sprache: Sociological Theory and Modern Society. Opladen ; Martina Löw: Fashion, Gender and Modernity. Oxford , S ; vgl. The Fashion of Architecture. Oxford, New York Brunhilde Wehinger: München ; Gabriele Mentges: Barbara Barman und Carole Turbin Hg. Dress and Gender in a Historical Perspective.

Trachtenbücher und Trachtenhandschriften des Waffen- und Kostümkunde, , H. The City and the Spaces of Fashion Culture. Berlin , S , hier S Vgl. Weiner und Jane Schneider Hg. Cloth and Human Experience. Die Verbindlichkeit des Vorübergehenden. Angela Borchert und Ralf Dressel Hg. Das Journal des Luxus und der Moden: Kultur um Heidelberg , S , hier S Vgl. Materielle Kultur und Geschlecht.

Frankfurt am Main , S Andrea Steinert: Die Erfahrung textiler Materialität im Kontext der 20er und 50er Jahre. Gabriele Mentges und Heide Nixdorff Hg.

Berlin , S , hier S Ernst Gombrich: Zur Psychologie der bildlichen Darstellung. Stuttgart, Zürich , insbes. Hamburg ; Christoph Wulf: Weinheim, Basel , S , insbes. Mittenwald Ausführlich zu Sempers Beziehung zum Textilen vgl. Haus-Kleider, S Olaf Eigenbrodt: Mythopoetische Gewebe, poststrukturalistische Literaturtheorie und Hypertext. Der Schleier des Timanthes. Frankfurt am Main , S Zur genauen Definition vgl. Ulrich Kern; Bärbel Häcker: Bionik Natur als Vorbild. Zukunfts-Technik lernt von der Natur.

Bionik, S Ezio Manzini: The Material of Invention. Manzini spricht hier allerdings nicht nur von textilen Stoffen. Vers Vers Band I. Fashion, Culture and Identity. Chicago, London Siehe ausführlich dazu ihren Band: The Face of Fashion. London, New York , 2. Frankfurt am Main Assmann, Aleida: Namen und was sie bedeuten. Göttingen Berger, Peter und Thomas Luckmann: Frankfurt am Main Blanc, Odile: Frankfurt am Main Böth, Gitta: Frankfurt am Main Craik, Jennifer: Auflage Paris Davis, Fred: Chicago, London Delort, Robert: Mentges, Gabriele und Heide Nixdorff Hg.

Berlin , S Ellwanger, Karen: Bekleidung im Modernisierungsprozess Dortmund. London, New York Gaugele, Elke: Köln, Weimar, Wien Gilmore, David: University of Michigan Gombrich, Ernst: Frankfurt am Main Hager, Helga: Berlin , S Hauser, Andrea: Stuttgart Kern, Ulrich und Bärbel Häcker: Zukunfts- Technik lernt von der Natur.

Landesmuseum für Technik und Arbeit. Frankfurt am Main Kraft, Kerstin: Frankfurt am Main Loschek, Ingrid: Oxford , S Medick, Hans: Münster , S Mentges, Gabriele: Barman, Barbara und Carole Turbin Hg. Borchert, Angela und Ralf Dressel Hg. Kultur um Heidelberg , S Mentges, Gabriele: London, New York Miller, Daniel: Frankfurt am Main Parsons, Talcott: Paris , S Quinn, Bradley: Oxford, New York Roche, Daniel: Paris , S Sauerländer, Willibald: Stuttgart , S Semper, Gottfried: Hans und Manfred Semper.

Berlin , S Silverman, Kaja: Benstock, Shari und Suzanne Ferris Hg. Berlin , S Sturm, Gabriele: Wien , S Wehinger, Brunhilde: Stuttgart, Weimar , S Wehinger, Brunhilde: München Weiner, Annette B. Washington, London Whitehead, Alfred North: Weinheim, Basel Zander-Seidel, Jutta: Kleidung und Haushaltstextilien in Nürnberg von München. Das sorgfältige Datieren überlieferter Kleidungsstücke und ihrer Darstellungen in Gemälden galt als nützliches Hilfsmittel für den Prozess der Authentifizierung und für die Ausbildung eines allgemeinen Spezialwissens.

Die damals übliche Modebeschreibung war noch weitestgehend von einer Schwerpunktsetzung auf die Herstellung linearer Chronologien und Stilentwicklungen beeinflusst, wie sie in jener Zeit von der Kunstgeschichte diktiert wurde. Erst mit der selbstbewussten Etablierung eines neuen kunstgeschichtlichen Denkens New Art History in den späten er Jahre wurden verschiedene Ansätze übernommen, die sozialen und politischen Zusammenhängen gegenüber den herkömmlichen Fragen nach Autorschaft, Bewertung, Kennerschaft und Authentizität den Vorrang einräumten.

Zweifellos forderten die durch diesen Wandel ausgelösten Debatten jene Positionen heraus, die eine fundiertere Auseinandersetzung mit der Mode überhaupt erst begründet hatten. Dabei handelt es sich um Themen, die im Kern jeder Definition von Mode zugrunde liegen, wenngleich sich einwenden lässt, dass sich die Konzentration von dem Artefakt weg zu der Betonung seiner sozialen Bedeutung verschoben hat.

In ihrer Definition einer stärker kulturwissenschaftlich orientierten Richtung neuer kunstgeschichtlicher Ansätze konstatieren sie: Wenn ein Aufsatz eher die Repräsentation von Frauen als die Qualität des Pinselstrichs analysiert oder ein Ausstellungsvortrag den Schimmer des Kleides der Jungfrau Maria ignoriert und sich stattdessen mit dem kirchlichen Gebrauch religiöser Kunst in der Gegenreformation beschäftigt, dann wirft die Neue Kunstgeschichte ihren Schatten voraus.

Möglicherweise hat es hier die im Vergleich zur Kunstgeschichte relativ junge Disziplin der Designgeschichte eher geschafft, die Komplexität sozialer Fragen, wirtschaftlicher Bedeutungen und kultureller Probleme, die Objekte prägen und durch die diese wiederum selbst geprägt sind, auf eine weniger beengte und selbstbewusste Weise aufzunehmen.

Die Fokussierung der Verbindung zwischen Produktion, Konsumption und Design-Artefakt, die schon immer zentral in der Definition des Faches verankert war, verlangt nach einer Erforschung des kulturellen Kontexts und eignet sich daher gut für die Erforschung historischer und zeitgenössischer Kleidung.

Wie die Designhistorikerin Josephine Miller feststellt, ist dies ein facettenreicher Gegenstand und in gewisser Hinsicht verbunden mit nahezu allen Bereichen des Designs und mit vielen Aspekten der Kunst. Er muss genau innerhalb eines kulturellen Kontexts positioniert werden, vor einem Hintergrund von technologischem und industriellen Wandel, literarischen und ästhetischen Ideen. In der postindustriellen Zeit haben zudem Marketing und Einzelhandel, zusammen mit Entwicklungen in Werbung und Verlagswesen, einen ganzen Satz neuer, weiterer Fragen aufgeworfen.

Darüber hinaus kann ein Studium der Bekleidung und ihrer Produktion nicht von der Geschichte der Frauen getrennt werden. In jedem Fall verdeutlicht sich darin das Potential, das die Kleidung für einen designgeschichtlichen und kulturhistorischen Ansatz birgt.

Vielleicht zeigen sich darin die Ursprünge einer Disziplin, die eher in den mit den Modernisten sympathisierenden Fächern wie Industriedesign und Architektur liegen. Als theoretische wie inspirierende Hilfe für Studenten des Industrie- und Graphikdesigns tendierte die Designgeschichte, wie sie ursprünglich in Colleges für Kunst und Design unterrichtet wurde, dazu, der Produktion im Bereich der professionellen männlichen Sphäre den Vorrang einzuräumen.

Die relativ späte Einrichtung von Studiengängen für Modedesign an den britischen Art Colleges und Polytechnics der er Jahre unterstützte zudem eine Untergliederung der kontextuellen und historischen Studien in Kleidung und Textil, was möglicherweise diesen nur halb integrierten Status der Mode im Kanon der Designgeschichte beeinflusst hat.

Bezeichnenderweise liegt die Geschichte der Cultural Studies eher in einer literarischen als in einer visuellen Tradition. Während sich viele dieser Arbeiten bis hinein in die Ausbildung von Modestudenten mit vorrangig zeitgenössischen Interessen durchsetzten, bleiben weiterführende historische Aspekte innerhalb dieser Untersuchungen meist unbeachtet. Dies hat mich zu einem eigenen Beitrag in Form eines Buches veranlasst, in dem die Modegeschichte im Kontext der gegenwärtigen historiographischen Debatte dargestellt wird.

Die gewissenhafte Kombination der Methoden versprach einen flexiblen Rahmen für eine Untersuchung, in der die Mode zu ihrem eigenen Recht kommen sollte. In einem Aufsatz, erschienen in Lynn Hunts Sammlung neuerer historischer Schriften, 6 skizziert Roger Chartier dieses Problem in einer Diskussion über die Konzepte populärer und hoher Kultur, einem Feld das für die Geschichte modischer Kleidung und die Dynamik der Cultural Studies besonders relevant ist: Als erstes scheint es nicht länger haltbar zu versuchen, strikte Übereinstimmungen zwischen kulturellen Spaltungen und sozialen Hierarchien zu ziehen, die vereinfachte Verbindungen zwischen bestimmten kulturellen Objekten oder Formen und spezifischen sozialen Gruppen herstellen.

Es ist im Gegenteil notwendig, die flexible Zirkulation gemeinsam ausgeübter Praktiken anzuerkennen, die soziale Grenzen überschreiten. Zweitens erscheint es nicht möglich, eine absolute Andersartigkeit oder radikale Spezifik populärer Kultur auf Basis der ihr eigenen Texte, Vorstellungen oder Codes zu bestimmen. Die Materialien, durch die sich Praktiken und Gedanken gewöhnlicher Leute vermitteln, sind immer gemischt, sie bündeln Formen und Themen, Erfindungen und Traditionen, literarische Kultur und Folklore.

Letztendlich hat der makroskopische Gegensatz zwischen populärer und hoher Kultur seine Relevanz verloren. Eine Inventarisierung der vielen Bestandteile, in die sich der soziale Körper aufsplittert, ist einer solch groben Unterteilung vorzuziehen.

Die Mode verlangt daher eine Analysemethode, die den vielen Bedeutungen und Interpretationen Rechnung trägt. Stark vereinfachend hergestellte Zusammenhänge zwischen sozialen Die Historiker Melling und Barry haben ein Modell präsentiert, das die Differenzen und Spannungen zwischen den neuen kulturwissenschaftlichen Ansätzen anerkennt, und schlagen eine positivere Nutzung durch die Kombination der unterschiedlichen Richtungen vor: Es wäre irreführend, all diese Veränderungen darzustellen, als würden sie sich in Harmonie und in einer einzigen intellektuellen Richtung bewegen.

So existiert zum Beispiel eine klare Spannung zwischen der Betonung, die manche, vor allem Literaturwissenschaftler, auf die autonome Macht von Text und Sprache setzen, verglichen mit dem Interesse anderer an der Aufdeckung der Intentionen historischer Akteure. Grob gefasst versuchen erstere die Identität und Rationalität der historischen Akteure zu dekonstruieren, während letztere versuchen sie zu rekonstruieren. Sollte Kultur als gegebenes System oder als Struktur begriffen werden, in der das Handeln vergangener Akteure vorbestimmt ist?

Oder räumt die Betonung auf Kultur der menschlichen Kreativität, der selbstbewussten Handlung, höhere Priorität ein, durch die ein Individuum oder die Gesellschaft ihre Bedingungen ändern können? Es wäre Ironie, wenn sich diese falsche Dichotomie so einfach festsetzen würde, denn die Idee der Kultur kam ja gerade in vielerlei Hinsicht deshalb auf, um die Wahl zwischen Struktur und Handlung zu vermeiden, aber die Gefahr bleibt, wenn auch verdeckt, durch die inhärente Ambiguität von Kultur als einer Erklärung.

Es gehören dazu alle charakteristischen Betätigungen und Interessen eines Volkes: Vierzig bis fünfzig Jahre später besitzen beide Lesarten englischer Kultur einen nostalgischen Anstrich und sind von den subjektiven Positionen ihrer Erzähler geprägt. Allerdings übernahm Williams zusammen mit Richard Hoggart 11 die Vorstellung, dass Kultur ein umkämpftes soziales Feld ist, in dem Produktion und Konsumption keine einfache Einheit bilden und die Aktivitäten, Bräuche und Philosophien der Arbeiterklasse mit denen des niederen Adels im Konflikt stehen oder sich von ihnen abheben.

Ihre Arbeit hat gezeigt, dass Kultur in ihrer Form und Wirkung sowohl politisch als auch ästhetisch ist. Aus beiden Positionen heraus entwickelte sich die Gründung einer modernen Schule der Cultural Studies, die darauf abzielte, die Zirkulationen solcher Konstrukte und ihre soziale Macht zu untersuchen.

Graham Turners Veröffentlichung Introduction to British Cultural Studies enthält einen mehr als adäquaten Überblick über die Historiographie samt ihrer jüngst entwickelten Methoden. Diese lassen sich grob gliedern in die Kategorien: Textanalyse Semiotik, Film und Zeitschriften , Forschun- Im direkten Gegensatz zu den Methoden der traditionellen Kunstgeschichte, Designgeschichte und Literaturwissenschaft eröffnen die Cultural Studies einen Weg, Objekte als Systeme anstatt einfach als Produkte einer Autorschaft zu untersuchen.

Angelehnt an den europäischen Strukturalismus, insbesondere an die Arbeiten des Linguisten Ferdinand de Saussure, 13 ist die Sprachtheorie zum grundlegenden Konzept der Cultural Studies geworden, entweder als selbständiges oder als Muster für das Verständnis anderer kultureller Systeme.

Die Kultur als der Ort, an dem dieser Sinn oder diese Bedeutung generiert und erlebt wird, wird zu dem bestimmenden, produktiven Feld, durch das soziale Realitäten konstruiert, erfahren und interpretiert werden. Dies gestattet dem Forscher, die soziale Spezifik von Repräsentationen und ihrer Bedeutungen innerhalb verschiedener kultureller Praxen zu untersuchen: Für diese Methode zentral ist die Idee des Zeichens als einer verankernden Einheit der Kommunikation innerhalb eines Sprachsystems, die ein Wort, ein Bild, ein Geräusch, ein Kleidungsstück sein kann, das im Zusam- Die Bedeutung wird darüber hinaus durch den Prozess der Bezeichnung kommuniziert und durch die Unterteilung des Zeichens in seine konstituierenden Bestandteile: Jede Bedeutung, die durch das Zeichen generiert wird, entsteht aus dem Unterbewussten oder durch die automatische Beziehung dieser Teile, die meist arbiträr und kulturell bedingt und nicht vorgegeben oder feststehend sind.

Diese Bedeutungen wandeln sich im Laufe der Zeit und in unterschiedlichen Kontexten, so dass die Art und Weise dieses Wandels oder die dadurch erzeugte Beziehung für die Cultural Studies von zentraler Bedeutung wird, denn wie Turner bemerkt, sind es solche Phänomene, durch die es möglich ist, kulturellen Wandel zu verfolgen 16 ebenso wie kulturelle Werte und kulturelle Assoziationen. Wann immer Kleidung in Porträts gelesen wird in Bezug auf ihre unmittelbaren Assoziationen, auf die symbolische Bedeutung der verschiedenen Textilien und Dekorationselemente, auf den Wert von Material und Herstellung, die zusammen einen Hinweis auf Status, Nationalität, Alter, Geschlecht oder Zeit ergeben , werden Repräsentationen als Text decodiert, werden sie nach ihren assoziativen Bedeutungen durchkämmt und kulturelle Systeme etabliert.

Allerdings wurde dieser Prozess selten in einem selbstreflexiven oder kritischen Licht wahrgenommen. Kultur wird oft als historisch gegeben, anstatt als konstruiertes System aufgefasst, in dem Porträts oder Kleidung eine konstitutive Rolle spielen.

Es ist Elizabeth Wilsons Verdienst, dieses Feld mit ihrer höchst einflussreichen Arbeit über die kulturelle Bedeutung und Geschichte der Mode eröffnet und befragt zu haben. Indem sie modische Kleidung mit anderen Alltags- oder Massenfreizeitbeschäftigungen verknüpft, hat sie die graphische und literarische Reproduktion der Kleidung als System der Massenkommunikation und Massenkonsumption wahrgenommen und damit auf die Möglichkeit hingewiesen, dass die traditionelle Bekleidungsgeschichte sich unnötigerweise abgemüht hat, Seit dem Ende des Mehr und mehr hat die Kundin mit der Ware auch ein Stück Image gekauft.

Wie die Werbung haben auch die Frauenzeitschriften von der Didaktik zur Sinnestäuschung übergewechselt. Ursprünglich war es ihre Aufgabe zu informieren, aber was wir heute in der Werbung und in populären Magazinen sehen, ist die Fata Morgana einer Sichtweise, und was wir tun, ist nicht mehr nur der einfache Vorgang einer direkten Nachahmung, sondern der weniger bewusste Vorgang einer Identifikation.

Es existiert eine wichtige Verbindung zwischen der Art, wie die Frau durch Kleidung und wie sie durch andere Systeme der Repräsentation dargestellt wird. Darüber hinaus könnte man sagen, dass zeitgenössische Feministinnen die Einschreibung der Frau in die Codierungen zeitgenössischer Repräsentation verstanden haben, da sie selbst nur zu gut wissen, wie es ist, im Sinne der Repräsentation ausgestattet zu werden.

Wir sind im Umgang mit Kleidern trainiert und sammeln früh Erfahrungen im präsentierenden Posieren, lernen, im Zeitalter der mechanischen Reproduktion, stets den Blick des Spiegels im eigenen Kopf zu tragen, so als ob wir jeden Moment fotografiert Und diesen Sinn hat die westliche Frau erlernt, nicht nur durch die konstante Überwachung ihres öffentlichen Selbst, sondern auch durch die Lektüre von Publicitybildern anderer Frauen, sowohl auf dem Bildschirm als auch auf den Seiten der Modemagazine.

Ein vergleichsweise puritanischer Ableger der frühen Cultural Studies spiegelte das Misstrauen gegenüber Modekonsum und Massenkonsum. Eine derartige Verdammung von Mode und Modegeschichte implizierte zugleich eine Ablehnung jener Frauen und Männer, die die Mode genossen, und ignorierte, was Jane Gaines die Stärke der Anziehung, den Reichtum der Phantasie und die Qualität der Kompensation 22 genannt hat, die das Konsumieren von Bild und Objekt gestattet.

Will man der neueren Kulturtheorie in Bezug auf die Instabilität des Zeichens bis zu seinen unlogischen Grenzen hin folgen, hat man jedoch bestimmte Probleme zu erwarten, mit denen sich sowohl die Cultural Studies als auch die Modegeschichte auseinandersetzen müssen.

Die eher extreme Behauptung postmoderner Theorie die Idee, das Bild habe die Realität vollständig geschluckt verdeckt das Problem, das für den Vergleich zwischen Bild und Gesellschaft quasi endemisch ist. Wenn das Bild nun dem Realen vorausgeht, es verschlingt und es als Vergleichspunkt obsolet macht, müssen wir dann überhaupt noch zeigen, wie ideologisch Repräsentationen sind?

Wie lässt sich von daher überhaupt an Diskussionen über Ungleichheit, Macht und Manipulationen oder an die einfachen Handlungen von Konsumenten anknüpfen? Hier ermöglicht der poststrukturalistische Ansatz von Gaines und anderen sowie die weit gefächerten Interessenfelder der Cultural Studies durch Das konstruierte Bild kann einer weiteren Prüfung unterzogen, durch die Konstruktion verdeutlicht und der Prospekt des Jahrhunderts, das Modejournal des Jahrhunderts oder der Film des Jahrhunderts als Repräsentationssysteme offengelegt werden.

Auf diese Weise kann gezeigt werden, wie Mode und die mit ihr verbundene Werbung auf zeitgenössischen Ideologien basieren. Die verdeckten Probleme von Bild und Gesellschaft können damit wieder in die Diskussion zurückgeführt werden. Die Analyse der wachsenden Affinität zwischen Mode und textueller Analyse kann möglicherweise als der Hauptbeitrag der Cultural Studies zu der Disziplin der Bekleidungsgeschichte Dress History oder präziser den Bekleidungsstudien Dress Studies gelten.

Jahrhunderts und auf gegenwärtige Aspekte beschränkt bleibt. Die Cultural Studies sind eher zaghaft in die historische Diskussion über Kleidung eingedrungen, und dort, wo Beispiele für eine Annährung von Kleidung und Geschichte mit Theorie und Diskurs der Cultural Studies vorliegen, liegen die Texte an den interdisziplinären Grenzen und Peripherien von Sozial-, Literatur- und Kunstgeschichte.

Sie wurden von Autoren verfasst, die es oft für nötig befanden, ihre Distanz sowohl gegenüber den traditionellen Formen ihrer eigenen Disziplin als auch gegenüber Bekleidungshistorikern zu betonen.

Die Verbindung zwischen den Cultural Studies und der Geschichte war niemals direkt oder einfach, durch manche Überschneidungen haben sich jedoch interessante Studien zu historischen Bekleidungspraktiken ergeben. Auf Kosten kultureller Spezifik, empirisch-quantitativer Befunde und des historischen Wandels richten sie ihre Aufmerksamkeit auf jene bedeutungsstiftenden Formen und Strukturen. Kulturalisten, zu denen sich die Sozialhistoriker der Linken zählten, widerstanden diesem von ihnen als insgesamt deterministisch und generalisierend mit einem Wort ahistorisch zu bezeichnenden Trend.

Die beiden Positionen repräsentieren eher fälschliche polare Oppositionen im Sinne der Illustration. Neuere Arbeiten, die von einer breiteren Cultural Studies Perspektive ausgehen, verknüpfen produktiv Ideologie und Erfahrung mittels der Idee des Diskurses. Dies ist ein Begriff, der weitestgehend auf die Arbeit des französischen Theoretikers Michel Foucault zurückgeht. Abstrakte Debatten über Theorie und Methodologie wurden in den späten er Jahren von sich neu eröffnenden, bis dahin verborgenen Forschungsfeldern und von neuen Perspektiven auf alte politische Probleme abgelöst.

In der Sozialgeschichte versammelten sich jene, die gegenüber den Cultural Studies offen waren, um die Gründung des History Workshop Journal, mit dem Ziel, die Diskussion von Akademien weg hin zu dem Bereich der arbeitenden Leute zu verlagern. Sie konzentrierten sich auf Geschichten des Alltagslebens, insbesondere auf Subkulturen, indem sie deren Konstruktion und Beziehungen zur Hegemonialkultur, ihre Geschichten des Widerstands und der Vereinnahmung untersuchten.

Viele dieser Arbeiten analysierten bedeutungsgenerierende und am Vergnügen orientierte Rituale und Praktiken, eben jenes kulturelle Feld, das die Pioniere der Frankfurter Schule bis zu Hoggart abgelehnt hatten: Dick Hebdige s Studie zu diesem Phänomen 29 dürfte wohl den Grundstein für diverse Studien zu Mode und Jugend gelegt haben, die wiederum in die Bekleidungsgeschichte zurückwirkten. Wenngleich die mit den New Times assoziierten Auffassungen komplex und in sich gekehrt waren, so eröffnete die Entwicklung einer neuen Politik der Identität und des Konsums echte Möglichkeiten, neue Ansätze und Auseinandersetzungen in Themenfeldern von Kleidung, Mode, Konsum und Geschlecht aufzuzeigen.

Darum ist es schade, dass die Perspektive der Cultural Studies so oft aggressive und abwehrende Zensuren seitens der Bekleidungshistoriker erfährt sowie auf Seiten der Historiker allgemein. Ohne Zweifel ist dieses Forschungsfeld durch Uneinigkeit gespalten und der Versuch, zu einem Konsens darüber zu gelangen, was die Erforschung der Kultur bedeute, kommt der Überquerung eines Minenfeldes gleich.

Es ist ein interdisziplinäres Feld, auf dem bestimmte Fragen und Methoden zusammentreffen. Nützlich ist ein Zusammenschluss, weil er uns in die Lage versetzt, kulturelle Phänomene und soziale Beziehungen zu verstehen, die anderen Disziplinen nicht zugänglich waren, und dadurch unser Wissen über eine Objektkategorie wie die für soziokulturelle Prozesse zentrale Mode zu bereichern.

Es ist kein geeintes, sondern ein Feld der Auseinandersetzung, der Spaltung, aber auch der Zusammenführung. Darin liegt seine Stärke und sein Erfolg.

Natürlich kann nicht eine einzelne Person Experte für alles sein, aber einen offenen [ Was ist dieses Buch? Am Ende der Konferenz machte der Sozialhistoriker John Styles einige vorausschauende Bemerkungen, indem er sagte, wir benötigen den Willen, andere Ansätze zu prüfen und zu reflektieren. Wenn wir dies tun, wird es notwendig sein, sich daran zu erinnern, dass das Verständnis des Horizontes anderer Disziplinen Nichtsdestoweniger sind die Ergebnisse potentiell enorm.

Ich bin mir bewusst, dass sich neben diesen Entwicklungen auch der Fokus verschoben hat. Die Konzentration auf Identität und Konsumption, die zunächst meine Aufmerksamkeit auf sich zog, hat sich jetzt mit einem erneuten Fokus auf Fragen der Produktion, Handlung, Autorschaft und Vermittlung im Kontext globaler Netzwerke ausgeweitet.

Aber das ist genau so, wie es sein sollte. Fashion History Studies and Research. Rees und Frances Borzello: The New Art History. London , S Josephine Miller: The Study of Dress and Textiles.

A Student s Handbook. London , S , hier S. The Culture of Fashion. Manchester Lynn Hunt Hg. The New Cultural History. Los Angeles Roger Chartier: Exeter S Thomas Stearns Eliot: Beiträge zum Begriff der Kultur. München [], S Richard Hoggart: The Uses of Literacy. Introduction to British Cultural Studies. London Ferdinand de Saussure: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Introduction, S Roland Barthes: Mode und Modernität aus dem Englischen von Renate Zeschitz.

Hamburg , S Vgl. Jane Gaines und Charlotte Herzog Hg. Costume and the Female Body. London ; Pam Cook: London ; Christine Gledhill: Home is Where the Heart is. Fabricating the Female Body.

Theorie der feinen Leute. Köln ; Quentin Bell: London ; James Laver: Eine Geschichte der Mode. London Edward Palmer Thompson: Die Entstehung der englischen Arbeiterklasse. Berkeley ; Rachel Bowlby: London ; Valerie Steele: Oxford ; Philippe Perrot: Reflections on a Century of English Modernity. London ; Elaine Abelson: When Ladies go a Thieving. Die Bedeutung von Stil. Stile und Moden der Subkultur. Reinbek , S Vgl.

From Sidewalk to Catwalk. London ; Amy de la Haye und Cathie Dingwall: Surfers, Soulies, Skinheads and Skaters. London ; Juliet Ash und Elizabeth Wilson: New Times in Cultural Studies.

Postmodernism and Popular Culture. London ; Frank Mort: Masculinities and Social Space. London ; Sean Nixon: Reflections on a Contested Terrain. Oxford Ash, Juliet und Elizabeth Wilson: Los Angeles , S Cook, Pam: London Eliot, Thomas Stearns: London Haye, Amy de la und Cathie Dingwall: Reinbek , S Hoggart, Richard: London Hunt, Lynn Hg. Los Angeles Laver, James: London , S Mort, Frank: New York Polhemus, Ted: London Saussure, Ferdinand de: Aus dem Englischen von Renate Zeschitz.

So wurde das Feld von dem britischen Historiker Nigel Harte noch beschrieben als: Die Arbeiten derjenigen Forscher, die sich mit der Bekleidungsgeschichte aus Perspektive der Kunstgeschichte oder der Geschichte der materiellen Kultur beschäftigen und die letzte Generation hat wichtige Entwicklungen dieser Ansätze zu verzeichnen wurden bislang nicht in die Wirtschaftsoder Sozialgeschichte integriert.

Einer der zentralen Gründe dafür ist, dass eine Vielzahl der ersten Bekleidungsforschungen von Museumsleuten stammen, deren Ausbildung in der Regel im Bereich der Kunstgeschichte lag.

Doch trotzdem bleibt es eine Tatsache, dass die Bekleidungsforschung noch immer belächelt oder wie sich an Hartes Kommentar zeigt von Assoziationen mit enthusiastischen Mädchen begleitet wird. Dass es bislang kaum formale Ausbildungswege im Bereich der Mode- oder Kostümgeschichte gibt, ist ein weiterer Grund für die Stellung der Bekleidungsforschung.

Wie Jacqueline Beaudoin-Ross und Pamela Blackstock es treffend auf den Punkt gebracht haben, ist die Beschäftigung mit Mode ein kontinuierlicher Kampf um Anerkennung als valid area of study. Dort, wo das Fach unterrichtet wird, ist es in die eher praktisch orientierten Designdisziplinen wie etwa Architektur, Graphikdesign oder Modedesign eingegliedert. Als rein akademisches Ausbildungsprogramm findet sich das Fach nur selten.

Und wenn doch, dann allenfalls als Wahlfach im Bereich der Kunstgeschichte. Die Situation für Graduierte ist nur marginal besser. Allerdings werden hier alle sechs Klassen von einem einzigen Ausbilder unterrichtet, was eine Einsicht in unterschiedliche Perspektiven auf das Feld deutlich einschränkt. Der Unterrichtsplan sieht zwar ein Abschlussprojekt vor, aber keine formale schriftliche Abschlussarbeit.

So kann hier in erster Linie eine Art Semesterabschluss terminal degree erworben werden, während in der Berufsrealität der Doktorgrad die Grundvoraussetzung sowohl für Positionen an Universitäten als auch für immer mehr Museen ist.

Eine weitere Schwierigkeit besteht zudem darin, dass angesichts des Mangels an Studiengängen, die eine Grundausbildung sicherstellen, in den Graduiertenprogrammen die wesentliche Zeit damit verbracht wird, Grundkenntnisse wie etwa die Stilentwicklung zu vermitteln. Viele dieser Ausbildungsprogramme haben interessante Die Einrichtung dieser Sammlungen geht auf das späte Jahrhundert zurück, als man davon ausging, dass die Lehre und Professionalisierung von Handarbeiten und häuslichen Fähigkeiten wie Nähen den Status einer Frau hebe.

Allerdings fokussieren die dort angesiedelten Programme oft auf die Vermittlung quantitativ-wissenschaftlicher Methoden und Analysen, ohne dabei ein breiteres kulturelles Rahmenwerk einzubeziehen. Die Problematik eines solchen Ansatzes liegt dann darin, dass die Ergebnisse nicht wirklich kontextualisiert werden, so dass man sich fragen muss, was mit diesen quantitativen Befunden eigentlich anzufangen ist; wie sie auf andere Forschungen zu beziehen sind und wie sie kritisch und kulturwissenschaftlich andere Artefakte und unser Verständnis von ihrem Nutzen, ihrer Funktion oder ihrer soziokulturellen Geschichte informieren können.

Im Vergleich zu Amerika sind die Studienmöglichkeiten in England im Fach Kostümgeschichte hingegen stärker formalisiert. Der wahrscheinlich bekannteste MA-Studiengang in History of Dress ist im Courtauld Institute an der Universität London angesiedelt und basiert auf einem klassisch kunstgeschichtlichen Modell.

Diese begrenzten Studienmöglichkeiten in England sowie in Nordamerika sind einer der wesentlichen Gründe dafür, warum eine so vielseitige Fachdisziplin doch so wenig theoretische und formale Unterfütterung erfährt, ein Problem, das bereits Joanne Finkelstein in After a Fashion diskutiert hat.

Diese Situation ist nirgends auffälliger als in Untersuchungen, die sich mit der Moderne befassen, insbesondere wenn sich der Fokus auf Designer und Couturiers richtet. Hier dominiert eine noch immer eher traditionelle Sicht auf den Modedesigner als Künstler. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Jahrhundert, im Rahmen des historischen, sozialen und wirtschaftlichen Kontexts untersucht.

Auch ihre Arbeiten über die Pariser Couturiers des Jahrhunderts wie Doucet und Pingat haben, über das Bild von dem Couturier als Künstler hinaus, zu einem differenzierteren Verständnis dieser Personen beigetragen. Caroline Evans und Minna Thornton zum Beispiel analysieren Mode nicht nur im Hinblick auf spezifisch politische, wirtschaftliche oder soziologische Aspekte, sondern vor allem als Diskurs, der innerhalb der Hierarchie der Kunstgeschichte kulturell marginalisiert wurde.

Ihre Forschung ist nicht objekt-basiert, und so können sich in diesen Arbeiten in Bezug auf die reale Kleidung manchmal durchaus Pauschalisierungen oder sogar Fehleinschätzungen einschleichen.

Die amerikanische Bekleidungshistorikerin Valerie Steele untersucht Mode in einer Kombination von historischer und kulturwissenschaftlicher Analyse, die kritische, feministische und postmoderne Theorien einbezieht, allerdings hat auch sie bislang ihre Arbeit nicht durch eine genaue Analyse der materiellen Kultur unterstützt.

Embroidery and the Making of the Feminine ist Rozsika Parker hingegen eine der wenigen Historikerinnen, die einen Zugang über die Kunstgeschichte und Analyse materieller Kultur mit Theorien zu Gender und Women s History kombiniert hat. Als Beleg für ihre Theorien greifen die Autoren auf historische Dokumente über Kleidung zurück, die aus einer Fülle von archivarischen Texten, Inventaren und Testamenten bestehen.

Unbeachtet bleibt dabei die Tatsache, dass die Kleidungsstücke oder die Textilien, auf die sich diese Dokumente beziehen, in musealen Sammlungen oft gar nicht existieren. Die wenigsten dieser Studien wurden von Bekleidungshistorikern geschrieben und keine r von ihnen verwendet Objektanalysen, um eine Geschichte zu informieren.

Manchmal werden zwar Bilder von Objekten zur Textillustration integriert, selten aber als eine direkte Informationsquelle einbezogen. Beverly Lemires Artikel über Textilien und deren Herstellung im Jahrhundert enthält zum Beispiel eine Reihe von Abbildungen materieller Kultur, aber im Text keinerlei direkten Verweis auf ein einziges dieser Bilder.

Die Verbindung von dokumentarischen Daten mit der materiellen Kultur ist immer noch ein zu wenig genutztes und dabei doch so lohnenswertes wissenschaftliches Hilfsmittel. Das hat auch Joan Thirsk betont, die sich für eine Verwendung der materiellen Kultur in Verbindung mit anderen Forschungsmethoden stark macht, was sie anhand einer Diskussion der Arbeit von Haita Kawakatsu anschaulich illustriert.

Jahrhundert identifiziert und damit demonstriert, dass die in England und Indien produzierten Baumwollstoffe nicht in unmittelbarer Konkurrenz zueinander standen: Nancy Rexford klassifiziert Bekleidungsforscher in drei Typen: Einen solchen Ansatz favorisieren auch Joan Severa und Merrill Horswill, indem sie betonen, dass das Bekleidungsartefakt, wenn es Gegenstand formaler Analyse ist, Belege für Einstellungen, Glaubenssysteme und Annahmen zum Vorschein bringen kann, die Licht auf eine Kultur werfen.

Dazu ist es notwendig, über das einzelne Objekt hinausgehend, dessen sozialen und kulturellen Kontext und seine Funktion darin zu erforschen. Und dies verlangt die Anwendung einer multidisziplinären Methodologie, zu der viele Bekleidungshistoriker anscheinend nur selten bereit sind. Die Modehistorikerin Patricia Cunningham argumentiert deutlich für einen solchen Ansatz, indem sie fordert: Cunningham zufolge sollten sich Modehistoriker dabei von ihren eigenen Fragen und Materialien hin zu neuen Ansätzen leiten lassen, umso ihre eigenen Forschungsmodelle zu entwickeln.

Jahrhundert beschäftigen, fordert sie, zu versuchen, herauszufinden, was die Kleidung für die Träger und deren Betrachter bedeutete. Zudem birgt auch die Abstimmung der Objektstudien mit dokumentarischen Daten potentielle Schwierigkeiten.

Ein Problem, auf das Adrienne Hood in Bezug auf die Textilgeschichte hingewiesen hat und hier schlicht die Kooperation mit Forschern anderer Disziplinen empfiehlt. Wie ich finde, ist für die Bekleidungsforschung eine Methodik dann am besten, wenn sie multidisziplinär ausgerichtet ist und die Analyse materieller Kultur integriert.

Auf diese Weise können Forscher Artefakte und Dokumente vielfältig kontextualisieren. Die Objektanalyse kann dabei von den persönlichen Biographien ausgehen, die in Kleidungsstücke eingeschrieben sind, ergänzt durch die Oral History jener Personen, die sie entworfen, produziert, vorgeführt, verkauft, gekauft und getragen haben. Diese Geschichten können durch Archivrecherchen, sowohl anhand dokumentarischer als auch visueller Quellen, durch zeitgenössische Zeitungs- und Zeitschriftenberichte und durch wissenschaftliche Forschungs- und Theorieansätze aus Gebieten wie Design-, Sozial- und Kulturgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Gender Studies erhellt werden.

Die Anwendung einer multidisziplinären Methodologie eignet sich besonders für die Erforschung der Moderne, die in vielen unterschiedlichen Medien festgehalten ist. Mögliche Vorurteile, die durch die limitierten Hinweise aus den einzelnen Forschungsfeldern entstehen, lassen sich durch die Einbeziehung der unterschiedlichen Aspekte eines Untersuchungsgegenstands über eine Vielzahl von Quellen überwinden.

Im Rahmen meiner eigenen Forschung über das Tragen von Haute Couture im Toronto der Nachkriegszeit habe ich eine multidisziplinäre Methodologie entwickelt, die mich in die Lage versetzte, sämtliche Aspekte, von den einzelnen Modehäusern über die Händler bis hin zu den Anstatt dass ein Objekt, wie häufig der Fall, ausgewählt wurde, um eine Theorie zu belegen, hat das Artefakt die Geschichte unterstützt, so dass die Theorie unmittelbar von den Objekten ausgehend entwickelt wurde.

Über die Methode der Oral History wurden diese Bereiche miteinander verknüpft. Die gesamte Arbeit wurde durch die Analyse von Objekten gestützt, mit dem Versuch, die vielen Bedeutungen der Objekte, durch das Aufspüren ihrer individuellen und kollektiven Biografien, aufzudecken.

Um diesen individuellen und kollektiven Bildern nachzugehen, wurden über dreihundert Objekte untersucht. Die Bedeutung einer multidisziplinären Methodik, die sich auf die Analyse materieller Kultur stützt, möchte ich im Folgenden anhand einiger Fallstudien vorstellen. Einige Anknüpfungspunkte für nähere Nachforschungen ergaben sich durch die eingenähten Etiketten, auch von den bis dahin noch undokumentierten Designern wie Oldric Royce.

Die Etiketten lieferten auch Hinweise für unterschiedliche Konsummuster. So stand auf einem: Inwiefern unterschied sich die Bedeutung und Herkunft dieses Stücks von einem Objekt, in dem stand: Verplombte Anhänger, die sich auf vielen der in Kanada getragenen Exponate fanden, zeugten von ganz spezifischen Handelsmustern, während die in privaten und musealen Sammlungen befindlichen Designs und Designer genaue Hinweise über den Erwerb und Gebrauch der Stücke lieferten, die man in Modemagazinen und Werbung nicht finden würde.

Die Spuren des Gebrauchs und die zahlreichen Änderungen an vielen der Haute Couture Kleider standen im deutlichen Widerspruch zu der Vorstellung der conspicous consumption, wie sie normalerweise mit Haute Couture assoziiert wird.

Sie lieferten einen Hinweis dafür, welchen hohen sozialen Wert die Haute Couture für die ehemaligen, selbst die wohlhabendsten Besitzerinnen darstellte. Die Raffungen des Kleides werden innen durch ein Webband fixiert, auf dem als Beleg für den Designer Schiaparelli steht. Abendkleid von Schiaparelli aus blassrosafarbenem Seidenfaille. Im Frühjahr in dem Couturehaus erworben und über mehrere Jahre getragen. Sammlungsbestand des Royal Ontario Museum in Toronto. Sie zeigt das Kleid zudem zusammen mit einem roten Samtschultercape mit Kapuze, das kein Bestandteil des Sammlungsstückes ist.

Weitere archivarische Recherchen führten zu einem Foto, veröffentlicht in dem Gesellschaftsteil des kanadischen Magazins Mayfair Januar , S. Dazu trug sie eine Tiara aus Diamanten und Perlen und eine Diamantenkette. Schlussfolgerung Die Vorstellung, dass reiche Frauen selten in demselben Kleid zweimal erschienen, kann durch die Tatsache widerlegt werden, dass Lady Eaton sich nicht davor fürchtete, in gleichem Aufzug von derselben sozialen Gruppe zu mindestens zwei Gelegenheiten gesehen zu werden.

Darüber hinaus wurde ein Kleid der Frühjahrssaison als adäquat für die Wintersaison empfunden. Die Bedeutung der Saison für die Mode, die Modemacher und Presse stets betonten, lässt sich damit relativieren. Wie das Beispiel zeigt, traf dies stärker für Abendkleider zu. Potentiell konnte es also über sieben Jahre getragen worden sein und belegt damit mein Argument, dass die Investition in Haute Couture Kleider als langfristig angesehen wurde.

Ihr Wert ergab sich durch die Tatsache, dass ein Design für mehrere Jahre halten würde und wie in diesem Fall auch für unterschiedliche Saisons. Cocktailkleid von Balenciaga Secondhand Couture Die materielle Kultur führte mich in ungeahnte Richtungen wie zum Beispiel zu dem Handel mit gebrauchten Haute Couture Kleidern in Toronto, die vor allem in dem Junior League Opportunity Shop auf dem jährlichen Toronto Symphony Sale, dem jährlichen Hadassah Bazzar und in der ersten kommerziellen Einrichtung für Secondhand-Kleider, dem Shoppe d Or verkauft wurden, der mit sehr hochwertiger, wenig getragener Kleidung handelte.

Der Saum wurde um 10,16 cm sowohl im Kleid als auch in der schräg zugeschnittenen, weiten Schleppe umgelegt. Für diese Kürzung wurde kein Stoff abgeschnitten, was den Saum leichter gemacht hätte. Die kürzere Länge war typisch für den Stil der späten er Jahre.

Dokumentenrecherche Fotografisches Archivmaterial von Balenciaga belegt, dass dieses Design früher entstand als katalogisiert, da es auf die Herbstkollektion von datiert ist.

Im selben Jahr wurde das Kleid auch in den Modezeitschriften Vogue 1. Das Kleid wurde in die Sammlung zusammen mit Informationen der kanadischen Stifterin aufgenommen, die angab, dass sie das Kleid in einem Secondhand-Geschäft in New York City gekauft habe. Damit entsprach das Kleid beiden kulturellen Geschmäckern.

Der Secondhand- Markt für Haute Couture ist bislang völlig undokumentiert, obwohl sich darin historische Kleidungstraditionen wie das Abgeben von und Handeln mit Kleidung fortsetzen, die von bedeutendem wirtschaftlichen und kulturellen Wert sind. Die Tatsache, dass dieses Kleid modisch nur durch das vorsichtige Umlegen des Kleidsaumes aktualisiert wurde, so dass von der Stofflänge nichts verloren ging, bestätigt nicht allein die Langlebigkeit von Haute Couture Designs.

Vielmehr zeigt sich hier auch die Tradition, wertvolle und wertgeschätzte Kleidungsstücke im Hinblick auf die Möglichkeit zu ändern, diese Änderungen rückgängig machen zu können, um damit von dem originalen Design und Material so viel wie möglich für ein zukünftiges Tragen zu erhalten. Die Modelle wurden für Modenschauen, die Herstellung von Kopien und für Anpassungen eingesetzt, jedoch mussten sie innerhalb von drei bis sechs Monaten wieder exportiert Von diesem eher ungewöhnlichen Kleiderhandel konnten dann vor allem die Händler und Couture-Kunden in Kanada profitierten.

Befund der materiellen Kultur Viele der mit Plomben gesicherten Modelle wurden nach Kanada und Südamerika verkauft und einige von ihnen weisen noch immer Sicherungsanhänger auf Abb. Int l Airport 1 year in bond. Cocktailkleid von Hartnell aus grauviolettem Satin und Samt mit Silberpailetten. Als Eton dieses Geschäft verlor, wurde Smythe nach New York geschickt, um dort so viele zollgesicherte Modelle wie möglich aufzukaufen.

Smythe kaufte von Händlern und Herstellern, was sie nur kriegen konnte. Dabei gab es keinen Selektionsprozess, sondern pro Kleid wurde ein Pauschalpreis gezahlt. Interviews mit Kunden, die in Toronto verplombte Modelle erwarben, verdeutlichten sowohl den Handel Sie wurden in Toronto weiter verkauft, und Geschäfte kämpften um diese Stücke ebenso wie deren Klienten. Bevorzugte Kunden wurden dann als erste zur Anprobe angerufen. Verplombter Sicherungsanhänger in der Innenseite des Hartnell-Petticoats.

Schlussfolgerung Zollgesicherte, verplombte Modelle bilden einen wichtigen Schlüssel, um Unterschiede zwischen dem nordamerikanischen und dem europäischen Geschmack aufzudecken. Zudem bilden sie einen wichtigen Aspekt innerhalb der Abb. Haute Couture Modellen während der er Jahre. Die Exklusivität und das Prestige von Couture Modellen wird durch diesen Aspekt gleichzeitig sowohl unterlaufen als auch bestätigt. Zusammenfassung Anhand dieser Fallbeispiele hoffe ich gezeigt zu haben, wie wichtig es ist, Bekleidung aus vielen Richtungen zu erforschen und dabei die materielle Kultur in die Methodologie mit einzubeziehen.

Allerdings gilt es, die Analyse materieller Kultur in einen breiteren wissenschaftlichen Rahmen einzubetten und nicht nur einfach für sich selbst stehen zu lassen. Verbindungen mit Wissenschaftlern anderer Fachgebiete sollten daher gefördert werden, denn es ist eine transdisziplinäre Zusammenarbeit, durch die mehr dynamische Forschungen entwickelt und verfolgt werden können.

Nachwort Seit der ersten Veröffentlichung dieses Artikels im Jahr haben in der Bekleidungsforschung erhebliche Veränderungen stattgefunden. Die Publikation des Journals Fashion Theory sowie die umfangreiche Liste an Publikationen, die zum Thema Mode und Körper im Berg- Verlag erscheinen, haben das Forschungsfeld nicht nur weiter geöffnet, sondern auch unterschiedliche Forscher, Disziplinen und Lesarten zusammengeführt.

Durch die Ernennung von Dr. Die Publikation der FIT-Sammlung sowohl in Ausstellungen als auch in Steele s zahlreichen Büchern zeigt nicht nur die Vielseitigkeit der Objekte, sondern treibt auch weitere Forschungen zu den komplexen Bedeutungen materieller Kultur an. Kuratoren stellen tiefergehende Fragen an ihre Sammlungen und veröffentlichen diese in einem Format, das den Fokus zurück auf das Objekt lenkt.

Studiengänge an, die sich auf Mode konzentrieren. Angegliedert an das Ausbildungsprogramm der Decorative Arts dienen sie dazu, die Modeforschung stärker zu kontextualisieren.

Das Feld hat sich damit intellektuell ausgeweitet und wird längst nicht mehr marginalisiert und Die Wissenschaftler sind dank Internet global vernetzt und stehen in einem regen Austausch von Informationen und Ideen über die historische und zeitgenössische Mode. Melbourne Elizabeth Ann Coleman: Fashions of Worth, Doucet and Pingat.

Pourvu que vos robes vous aillent. Pourvu que vos robes. La Mode sous l Occupation. Juliet Ash und Elizabeth Wilson Hg. London , S Melissa Leventon: Stephen de Petri und Melissa Leventon Hg. New Look to Now. La Culture des apparences. Paris ; John Styles: John Brewer und Roy Porter Hg. Consumption and the World of Goods. London ; Beverly Lemire: Hatters of 18th Century France. Berkeley, Los Angeles ; Lorna Weatherhill: Chicago ; Gilles Lipovetsky: The Empire of Fashion.

Princeton Caroline Evans und Minna Thornton: Oxford, London ; Valerie Steele: New York ; Valerie Steele: Fashion, Sex and Power. Embroidery and the Making of the Feminine. Reflections on the Character of Consumerism. Cloth, Clothing; Beverley Lemire: Re-Dressing the History of Clothing: The Production of Glamour. University of Southern California Joan Thirsk: Popular Consumption; S Daniel Miller: Oxford , S Nancy Rexford: Studying Garments for Their Own Sake.

Mapping the World Costume Scholarship. Costume as Material Culture. Beyond Artifacts and Object Chronology. Beyond Artifacts, S Cunningham: Beyond Artifacts, S Adrienne Hood: Material Culture and Textiles. Material Culture, S Alexandra Palmer: The Transatlantic Fashion Trade in the s. The Colonial Williamsburg Collection. Yale University Press ; Palmer: University of Southern California Finkelstein, Joanne:


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  • Stabiles oder neutrales Geld: Gerade in Textilkulturen verschafft sich der kulturelle Wandel am frühesten und eindrucksvollsten Geltung.
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